25 Mart 2020 Çarşamba
24 Mart 2020 Salı
Gefahr am Strand - Andrea Maria Wagner
Gefahr am Strand - Andrea Maria Wagner
1 Endlich Ferien
2 Post aus München
3 Ankunft in Hamburg
4 Fahrt nach Sankt Peter-Ording
5 Am Strand
6 Erste Probleme
7 Am nächsten Tag
8 Die Strandparty
9 Christina in Gefahr
10 Gute Freunde
1 Endlich Ferien
Die Schüler des Städtischen Gymnasiums in Sankt Peter-Ording
haben endlich Sommerferien und freuen sich.
Toni, Markus, Kevin und Florian sind sehr gute Freunde. Toni ist
fünfzehn und kommt aus Köln. Er wohnt aber schon lange in
Sankt Peter-Ording. Das liegt an der Nordsee. Der Strand ist hier
sehr breit. Bei Ebbe, wenn das Wasser zurückgeht, kann man auf
dem Strand segeln.
Auch Toni will in den Ferien oft segeln und surfen – zusammen
mit seinen Freunden.
Die vier fahren mit ihren Fahrrädern an zwei Mädchen vorbei.
„Sechs Wochen nur shoppen! Kommst du mit?“, fragt Steffi ihre
beste Freundin.
„Das ist ja typisch! Oder kennt ihr ein Mädchen, das nicht gerne
einkaufen geht?“, fragt Markus seine Freunde.
„Ja, meine Schwester“, antwortet Florian.
„Na ja, die ist ja auch erst zehn!“, meint Kevin.
Aber die Jungen wollen nicht länger über Mädchen sprechen.
Es ist warm, die Sonne scheint und die Surfbretter warten schon!
2 Post aus München
Toni stellt sein Fahrrad in die Garage und geht ins Haus.
„Hallo Toni, na, wie war der letzte Schultag?“, fragt seine Mutter.
„Wie immer“, antwortet er.
„Hör mal, Toni. Meine Schwester aus München hat angerufen.
Deine Tante muss ins Krankenhaus. Also kommt deine Cousine
Christina morgen zu uns.“
„Muss das sein?“, fragt Toni genervt.
„Ja! Aber sie ist sicher sehr nett. Und sie ist auch 15 Jahre alt – wie du“, meint seine Mutter.
„Ja und? Ich will jetzt gleich zum Strand“, sagt Toni.
„Aber Toni, zuerst musst du dein Zimmer aufräumen!“
„Warum das denn? Meine Freunde warten am Strand auf mich.“
„Die Socken liegen auf dem Schreibtisch, die Bücher liegen unter dem Bett … Findest du das schön?“, fragt seine Mutter.
Für Toni ist das ganz normal.
"Bist du fertig? Es gibt Rote Grütze mit Vanillesosse!", ruft seine Mutter aus der Küche.
"Hm, lecker!"
"Bleibst du bis heute Abend am Strand?", frat seine Mutter.
"Ja, klar!"
"Hier sind ein paar Brötchen mit Nordseekrabben für dich und deine Freunde."
"Danke!", sagt Toni.
"Aber komm nich so spät! Wir müssen morgen früh aufstehen und deine Cousine Christina am Flughafen in Hamburg abholen."
3 Ankunft in Hamburg
"Toni, aufstehen... Toni!"
"Aber ich habe doch Ferien...", denkt er.
"Toni, los, steh auf! Deine Cousine kommt! Und ich muss in den Ferien so früh aufstehen!"
Eine halbe Stunde später sitzt er neben seiner Mutter im Auto und sagt kein Wort. Dann fragt er seine Mutter: "Wie sieht meine Cousine aus?"
"Sie ist blond und... O je, sieh mal... da vorne sind so viele Autos auf der Autobahn! Hoffentlich kommen wir nicht zu spät."
Die beiden kommen endlich am Flughafen an und sehen ein blondes Mädchen.
"Ist das meine Cousine? Sie sieht aus wie ein Model und ist bestimmt richtig blöd!", denkt Toni.
"Hallo! Ich warte schon seit einer Stunde auf euch", sagt Christina.
"Ganz schön unfreundlich!", denkt er.
"Herzlich willkommen, Christina! Entschuldige, aber auf der Autobahn war so viel los", antwortet Tonis Mutter schnell. "Wie war der Flug? Wie geht es deiner Mutter?"
"Der Flug war o.k., aber meiner Mutter geht es nicht gut. Sie wird operiert. Nach der Operation können die Ärzte mehr sagen!", antwortet Christina ganz leise.
"Wir rufen im Krankenhaus an und fragen, wie es ihr geht, ja? Und das ist Toni, dein Cousin."
"Hallo, Toni!"
"Moin, moin", sagt Toni nicht sehr freundlich.
"Toni, nimmst du bitte Christinas Koffer?"
"Natürlich, Mama."
"Mensch, ist der schwer! Klar! Ein Model braucht ja für jeden Tag ein neues Outfit", denkt Toni.
4 Fahrt nach Sankt Peter-Ording
Im Auto darf Christina vorne sitzen. Sie soll ja sehen, wie schön es Norddeutschland ist Tonis Mutter macht noch eine kleine Extratour durch Hamburg.
"Siehst du die Schiffe, Christina? Da vorne ist der Hafen..."
Auf dem Weg nach Hause fahren sie am Meer entlang. Das Wetter ist sehr gut. Die Sonne scheint, und es ist warm.
"Sie mal Christina, das ist das Wattenmeer", sagt Tonis Mutter.
"Meer? Und wo ist das Wasser... die Nordsee ... und der Strand? Hier kann man ja gar nicht surfen!", sagt Christina.
"Meine Cousine weiss nichts", denkt Toni.
Seine Mutter lacht: "Sieh mal, Christina, die Nordsee ist ein Meer. Und es gibt Ebbe und Flut. Das Wasser kommt, das ist die Flut. Das Wasser kommt, das ist die Flut. Das Wasser geht zurück, dann heisst es Ebbe."
"Hm, das habe ich schon gehört. Aber ohne Wasser sieht das nicht schön aus."
"Ja, das stimmt. Aber das Wattenmeer ist sehr interessant. Du darfst aber nicht alleine gehen, das ist gefährlich! Du musst hier immer auf die Fahnen achten. Grün heisst, 'Alles o.k.', Gelb 'Vorsicht' und Rot heisst, Stopp."
"Gibt es hier auch Inseln?", will Christina wissen.
"Sie hat wirklich keine Ahnung...!", denkt Toni.
"Ja, klar. Wir sind doch an der Nordsee!", antwortet seine Mutter.
"Kann man mit einem Schiff zu den Inseln fahren? Das macht sicher Spass!"
"Da gibt es aber oft viele Wellen. Vielleicht wird es dir dann schlecht!" Toni hat keine Lust auf eine Schifffahrt mit seiner Cousine.
"Christina, hast du schon einmal 'Heuler' gesehen?", fragt Tonis Mutter.
"Heuler? Was ist das? Ein Kind, das laut weint?"
"Nein, so heissen die kleinen Seehunde, die Seehundbabys. Wir können eşne Schiffstour machen. Dann kannst du Heuler sehen. Sie liegen auf Sandbänken"
"Ja, super!"
Toni sagt nichts. Er möchte in den Ferien nur mit seinen Freunden zusammen sein, surfen, Partys feiern...
"Sieh mal Christina, da ist ein Leuchtturm", sagt Tonis Mutter.
"Toll, so einen kenne ich nur von Fotos. Und die Häuser sind auch sehr schön. So möchte ich auch wohnen."
Toni hört nicht zu. Er sieht seine Cousine an.
"Sie sieht ja ganz gut aus... vielleicht ist sie doch ganz nett", denkt er.
Aber jetzt will Toni nur an den Strand. Seine Freunde sind schon seit ein paar Stunden dort und surfen.
5 Am Strand
Sie kommen zu Hause in Sankt Peter-Ording an. "Christina, das ist dein Zimmer", sagt Tonis Mutter.
"Toni, bring bitte den Koffer. Danach kannst du mit Christina ins Stadtzentrum gehen. Ihr könnt Eis essen oder..."
"Aber Mama, meine Freunde sind schon lange am Strand und warten auf mich!"
"Dann nimm Christina doch mit!"
"Sie will sicher lieber shoppen..."
"Nein, ich gehe gern mit zum Strand", sagt Christina schnell.
"Das ist langweilig für dich, ich surfe nämlich..."
"Das ist ja super! Hast du auch ein Surfbrett für mich?", will Christina wissen.
In der Garage ist noch ein Surfbrett. Aber Toni sagt: "Nein."
"Christina ist hier und ich muss mein Zimmer aufräumen, früh aufstehen... und jetzt will sie auch noch surfen! Ein Model und surfen?", denkt er.
6 Erste Probleme
Toni und Christina kommen zum Strandcafe. Viele Schüler aus Tonis Klasse sind schon da. Seine Freunde sind auch da.
"Moin, moin. Toni! Du kommst aber spät!", ruft Markus.
"Du hast nicht gesagt, dass du eine neue Freundin hast", meint Florian.
"Oh je, dann kannst du jetzt sicher nicht mehr surfen", sagt Kevin und lacht.
"Ja ja, morgens einkaufen, mittags shoppen...", sagt Markus. Alle lachen und Toni ärgert sich.
"Sind die immer so?", fragt Christina leise.
"Nein, aber ich bin immer der Erste am Strand, nur heute nicht", erklärt Toni.
"Weil ich hier bin?", will Christina wissen.
"Ja, klar!"
"Das tut mir leid", sagt Christina.
"Ja ja, schon gut." Toni möchte jetzt endlich surfen. Er nimmt sein Surfbett und geht zum Wasser.
"Vorsicht! Der Wind ist heute sehr stark!", hört er noch.
Toni denkt an seine Cousine. Plötzlich kann er nicht mehr auf seinem Surfbett stehen. Der Wind ist zu stark. Er fällt ins Wasser.
"Hoffentlich sieht das keiner!", denkt er.
Toni kommt müde zum Strand zurück. Aber keiner fragt: "Alles klar?" oder "ist der Wind zu stark?"
Seine Freunde stehen alle bei Christina und lachen. Markus will am nächsten Abend seinen Geburtstag feiern.
"Komm Christina, wir gehen." Es ist kalt und Toni möchte schnell nach Hause.
"Ja, o.k. ... also tschüss bis morgen!", sagt Christina zu Tonis Freunden.
"Sie findet aber schnell neue Freunde", denkt Toni.
"Du hast doch gesagt, du surfst jeden Tag. Und dann fällst du ins Wasser und kommst zu Fuss zurück zum Strand? War der Wind stärker als du?" Christina lacht.
"Kannst du besser surfen? Das möchte ich morgen sehen!", sagt er schnell
7 Am nächsten Tag
Christina will nach dem Frühstück im Zentrum etwas einkaufen. Toni hat keine Lust.
"In der Garage steht ein Fahrrad, das kannst du nehmen", meint er.
Christina kommt in die Küche zurück. "Du hast ja noch ein Surfbrett! Warum hast du das gestern nicht gesagt?"
"Was willst du denn noch? Weil du hier bist, muss ich in den Ferien früh aufstehen und mein Zimmer aufräumen. Meine Freunde lachen über mich und jetzt willst du auch noch surfen!", sagt Toni und läuft aus dem Haus.
Jetzt hat Christina auch keine Lust mehr zum Einkaufen. Sie sitzt in der Küche und weint. Aber nicht wegen Toni. Sie denkt an ihre Mutter.
"Hoffentlich ist es nicht so schlimm! Hoffentlich wird sie wieder gesund!"
Tonis Mutter kommt in die Küche.
"Christina, ich muss heute Abend arbeiten. Du weisst ja, ich bin Krankenschwester. Und heute habe ich Nachtdienst."
"Wie lange arbeitest du heute?", fragt Christina.
"Ich fange um neun Uhr an und bin bis sechs Uhr morgen früh im Krankenhaus."
"Ach, dann sehen wir uns heute nicht mehr", meint Christia traurig.
"Nein, aber du gehst ja auch gleich zu eurer Strandparty. Wo ist Toni?"
"Ich weiss nicht", antwortet Christina. "Aber den Strand finde ich auch alleine."
"Also dann viel Spass bei deiner eersten Strandparty in Sankt Peter-Ording!"
8 Die Strandparty
Christina kommt zum Strand. Toni ist schon da und sitzt mit seinen Freunden neben den Strandkörben im Sand. Der Wind ist heute sehr stark.
Die Rettungsschwimmer packen gerade die gelbe Fahne ein. "Geht heute nicht ins Wasser, es ist gefährlich. Die Flut kommt bald, die Wellen sind sehr hoch."
"Ja, klar. Alle aus Sankt Peter-Ording wissen, wie gefährlich der Wind ist und keiner surft dann", sagt Markus.
Alle sind sehr lustig und lachen. Nur Christina ist ganz still. Sie denkt an ihre Mutter.
"Sag mal, Christina, kannst du auch surfen?", fragt Florian.
Toni lacht. "Sie kommt doch aus München. Aber sie denkt, sie kann besser surfen als ich! Ha, ha ..."
Christina steht auf. Sie nimmt ein Surfbrett. "Na los Toni! Komm doch mit!", ruft sie und läuft schnell zum Wasser.
"Christina, komm zurück! Es ist zu gefährlich!", schreit Markus laut.
"Die Wellen sind sehr hoch!", ruft Florian.
Aber Christina hört sie nicht. Sie stellt sich auf das Brett und surft los. Der Wind ist sehr stark. Bald sehen die Freunde nur noch einen kleinen Punkt.
"Mensch, Toni. Wir müssen ihr helfen!", sagt Kevin.
"Ach, Quatsch", antwortet Toni. "Sie kommt sicher gleich zurück."
"Toni, du Idiot! Der Wind ist zu stark ... so kann sie nicht zum Strand zurücksurfen!", schreit Markus.
Toni sagt nichts.
"Toni, Christina kommt aus München. Sie weiss nicht, wie gefährlich der Wind hier ist!", sagt Markus.
"Wir müssen ihr helfen!", ruft Kevin.
"Wir müssen die Küstenwache informieren", meint Florian.
"Warum nicht auch noch die Feuerwehr, die Polizei und ...?", fragt Toni.
"Mensch, Christina ist in Lebensgefahr!", schreit MArkus und nimmt sein Handy.
9 Christina in Gefahr
Zehn Minuten später kommt ein Jeep. Die Männer von der Küstenwache bringen ein Boot mit.
"Was ist denn los?", fragen die Männer.
"Ein Mädchen surft da draussen!" Markus zeigt in Richtung Meer.
"Ist das Mädchen verrückt? Bei dem Wetter ist surfen lebensgefährlich!", sagt einer der Männer laut.
"Sie weiss das nicht. Sie kommt aus München", erklärt Markus.
"Hoffentlich finden wir sie schnell...!"
Die Männer sind nervös. Jetzt bekommt auch Toni plötzlich Angst.
"Kannst du ihre Eltern informieren?", fragt einer der Männer.
"Das geht nicht", sagt Toni. "Ihr Vater arbeitet in Kanada und ihre Mutter ist in München im Krankenhaus."
"Und wo wohnt das Mädchen im Moment?"
"Bei meiner Familie", antwortet Toni.
"Hoffentlich finden wir das Mädchen schnell."
Die Männer von der Küstenwache fahren mit ihrem Boot los.
"Was, deine neue Freundin wohnt schon bei dir?", fragt Markus.
"Sie ist nicht meine neue Freundin. Sie ist meine Cousine. Sie wohnt bei uns, bis ihre Mutter aus dem Krankenhaus kommt."
"Toni, warum magst du Christina denn nicht? Warum bist du so unfreundlich zu ihr?", fragt Kevin.
"Ach, in den Ferien will ich nur mit euch surfen und nicht mit meiner Cousine einkaufen gehen oder ..."
"Aber sie ist sehr nett. Und sie hat grosse Angst um ihre Mutter" sagt Markus.
"Hoffentlich findet die Küstenwache sie ...!", sagt Florian leise.
Toni sagt nichts mehr. Er fühlt sich jetzt sehr schlecht.
Alle stehen am Strand und sehen auf das Meer hinaus. Es ist schon fast dunkel. Sie sehen kein Surfbett... nur viele Wellen.
Alle sind sehr leise. Keiner möchte mehr eine PArty feiern. Alle denken an Christina. Toni hat grosse Angst.
Plötzlich hören sie ein Auto. Ein Jeep von der Küsten wache kommt.
"Wir haben eine Nachricht. Ein Fischer hat eine Surferin gefunden", sagt einer der Männer.
"Ist sie...?", fragt Toni.
"Sie lebt, aber sie muss sofort ins Krankenhaus. Das Wasser ist im Moment viel zu kalt. Das ist sehr gefährlich", antwortet der Mann.
"Ein Glück! Sie lebt!", ruft Toni.
"Wir müssen eine Party feiern", meint MArkus.
"Und Toni organisiert die Party und entschuldigt sich bei Christina", sagt Kevin.
"Gute Idee!", meint Florian.
"Aber die Party ist am Strand und nicht im Wasser!", ruft Toni.
10 Gute Freunde
Toni geht ins Krankenhaus und sucht seine Mutter.
"Hallo Mama...!"
"Toni, es ist alles o.k. Christina geht es gut. Aber warum surft ihr am Abend? Der Wind ist heute so stark. Du weisst doch, wie gefährlich das ist!"
"Christina ist allein gesurft", antwortet Toni leise.
"Aber warum denn?"
"Hm... ich habe gesagt: 'Kannst du besser surfen als ich? Das möchte ich sehen.'"
"Jetzt geh schnell zu Christina und entschuldige dich!", sagt die Mutter.
"Mama, kommst du mit zu Christina?", fragt er leise.
"Nein, du gehst alleine zu ihr."
Toni steht vor Christinas Bett.
"Moin, Christina."
"Moin? Es ist doch Abend."
"'Moin' heisst hier 'Guten Morgen' oder 'Hallo' oder 'Guten Abend'. Bei uns in Norddeutschland sagen wir immer 'Moin'", erklärt Toni.
"Ach so..."
"Du... Christina, bitte entschuldige. Ich war nicht nett zu dir..."
"Ist schon o.k."
Tonis Mutter kommt ins Zimmer.
"Wie geht es dir, Christina?"
"Es geht mir ganz gut. Aber wie geht es Mama?", fragt Christina leise.
"Der Chefarzt hat deine Mutter operiert. Es geht ihr gut, Christina. Sie kommt bald nach Sankt Peter-Ording..."
"Super, wann denn?", fragt Christina.
"In einer Woche. Und du bleibst so lange bei uns. Toni, und du gehst...?"
"Ich gehe mit Christina shoppen oder Eis essen..."
"...oder surfen", sagt Christina.
Am nächsten Tag holt Toni Christina aus dem Krankenhaus ab. Sie fahren Rad, treffen die Freunde am Strand, essen Eis...
Am Wochenende gibt es eine grosse Strandparty - nur für Christina.
Toni und Christina surfen auch oft zusammen. Einmal ist Toni schneller, und einmal Christina.
"Ich bin bald wieder in München", sagt Christina.
"Kommst du in den nächsten Ferien wieder? Dann surfen wir jeden Tag", sagt Toni.
"Und dann sehen wir: Surfst du besser oder ich?" Christina lacht.
Quiz
Nur eine Antwort ist richtig!
1-
a-Schleswig-Holstein liegt in Süddeutschland.
b-Schleswig-Holstein liegt in Norddeutschland.
c-Schleswig-Holstein liegt in Dänemark.
2-
a-Sankt Peter-Ording liegt an der Nordsee.
b-Sankt Peter-Ording ist die Hauptstadt von Schleswig-Holstein.
c-In Sankt Peter-Ording gibt es einen grossen internationalen Flughafen.
3-
a-"Rote Grütze" heisst der Strand.
b-"Rote Grütze" heisst die rote Flagge.
c-"Rote Grütze" ist ein Nachtisch, ein Dessert.
4-
a-"Moin" heisst "Mein".
b-"Moin" heisst "Hallo"
c-"Moin" heisst Tonis Cousine.
1 Endlich Ferien
2 Post aus München
3 Ankunft in Hamburg
4 Fahrt nach Sankt Peter-Ording
5 Am Strand
6 Erste Probleme
7 Am nächsten Tag
8 Die Strandparty
9 Christina in Gefahr
10 Gute Freunde
1 Endlich Ferien
Die Schüler des Städtischen Gymnasiums in Sankt Peter-Ording
haben endlich Sommerferien und freuen sich.
Toni, Markus, Kevin und Florian sind sehr gute Freunde. Toni ist
fünfzehn und kommt aus Köln. Er wohnt aber schon lange in
Sankt Peter-Ording. Das liegt an der Nordsee. Der Strand ist hier
sehr breit. Bei Ebbe, wenn das Wasser zurückgeht, kann man auf
dem Strand segeln.
Auch Toni will in den Ferien oft segeln und surfen – zusammen
mit seinen Freunden.
Die vier fahren mit ihren Fahrrädern an zwei Mädchen vorbei.
„Sechs Wochen nur shoppen! Kommst du mit?“, fragt Steffi ihre
beste Freundin.
„Das ist ja typisch! Oder kennt ihr ein Mädchen, das nicht gerne
einkaufen geht?“, fragt Markus seine Freunde.
„Ja, meine Schwester“, antwortet Florian.
„Na ja, die ist ja auch erst zehn!“, meint Kevin.
Aber die Jungen wollen nicht länger über Mädchen sprechen.
Es ist warm, die Sonne scheint und die Surfbretter warten schon!
2 Post aus München
Toni stellt sein Fahrrad in die Garage und geht ins Haus.
„Hallo Toni, na, wie war der letzte Schultag?“, fragt seine Mutter.
„Wie immer“, antwortet er.
„Hör mal, Toni. Meine Schwester aus München hat angerufen.
Deine Tante muss ins Krankenhaus. Also kommt deine Cousine
Christina morgen zu uns.“
„Muss das sein?“, fragt Toni genervt.
„Ja! Aber sie ist sicher sehr nett. Und sie ist auch 15 Jahre alt – wie du“, meint seine Mutter.
„Ja und? Ich will jetzt gleich zum Strand“, sagt Toni.
„Aber Toni, zuerst musst du dein Zimmer aufräumen!“
„Warum das denn? Meine Freunde warten am Strand auf mich.“
„Die Socken liegen auf dem Schreibtisch, die Bücher liegen unter dem Bett … Findest du das schön?“, fragt seine Mutter.
Für Toni ist das ganz normal.
"Bist du fertig? Es gibt Rote Grütze mit Vanillesosse!", ruft seine Mutter aus der Küche.
"Hm, lecker!"
"Bleibst du bis heute Abend am Strand?", frat seine Mutter.
"Ja, klar!"
"Hier sind ein paar Brötchen mit Nordseekrabben für dich und deine Freunde."
"Danke!", sagt Toni.
"Aber komm nich so spät! Wir müssen morgen früh aufstehen und deine Cousine Christina am Flughafen in Hamburg abholen."
3 Ankunft in Hamburg
"Toni, aufstehen... Toni!"
"Aber ich habe doch Ferien...", denkt er.
"Toni, los, steh auf! Deine Cousine kommt! Und ich muss in den Ferien so früh aufstehen!"
Eine halbe Stunde später sitzt er neben seiner Mutter im Auto und sagt kein Wort. Dann fragt er seine Mutter: "Wie sieht meine Cousine aus?"
"Sie ist blond und... O je, sieh mal... da vorne sind so viele Autos auf der Autobahn! Hoffentlich kommen wir nicht zu spät."
Die beiden kommen endlich am Flughafen an und sehen ein blondes Mädchen.
"Ist das meine Cousine? Sie sieht aus wie ein Model und ist bestimmt richtig blöd!", denkt Toni.
"Hallo! Ich warte schon seit einer Stunde auf euch", sagt Christina.
"Ganz schön unfreundlich!", denkt er.
"Herzlich willkommen, Christina! Entschuldige, aber auf der Autobahn war so viel los", antwortet Tonis Mutter schnell. "Wie war der Flug? Wie geht es deiner Mutter?"
"Der Flug war o.k., aber meiner Mutter geht es nicht gut. Sie wird operiert. Nach der Operation können die Ärzte mehr sagen!", antwortet Christina ganz leise.
"Wir rufen im Krankenhaus an und fragen, wie es ihr geht, ja? Und das ist Toni, dein Cousin."
"Hallo, Toni!"
"Moin, moin", sagt Toni nicht sehr freundlich.
"Toni, nimmst du bitte Christinas Koffer?"
"Natürlich, Mama."
"Mensch, ist der schwer! Klar! Ein Model braucht ja für jeden Tag ein neues Outfit", denkt Toni.
4 Fahrt nach Sankt Peter-Ording
Im Auto darf Christina vorne sitzen. Sie soll ja sehen, wie schön es Norddeutschland ist Tonis Mutter macht noch eine kleine Extratour durch Hamburg.
"Siehst du die Schiffe, Christina? Da vorne ist der Hafen..."
Auf dem Weg nach Hause fahren sie am Meer entlang. Das Wetter ist sehr gut. Die Sonne scheint, und es ist warm.
"Sie mal Christina, das ist das Wattenmeer", sagt Tonis Mutter.
"Meer? Und wo ist das Wasser... die Nordsee ... und der Strand? Hier kann man ja gar nicht surfen!", sagt Christina.
"Meine Cousine weiss nichts", denkt Toni.
Seine Mutter lacht: "Sieh mal, Christina, die Nordsee ist ein Meer. Und es gibt Ebbe und Flut. Das Wasser kommt, das ist die Flut. Das Wasser kommt, das ist die Flut. Das Wasser geht zurück, dann heisst es Ebbe."
"Hm, das habe ich schon gehört. Aber ohne Wasser sieht das nicht schön aus."
"Ja, das stimmt. Aber das Wattenmeer ist sehr interessant. Du darfst aber nicht alleine gehen, das ist gefährlich! Du musst hier immer auf die Fahnen achten. Grün heisst, 'Alles o.k.', Gelb 'Vorsicht' und Rot heisst, Stopp."
"Gibt es hier auch Inseln?", will Christina wissen.
"Sie hat wirklich keine Ahnung...!", denkt Toni.
"Ja, klar. Wir sind doch an der Nordsee!", antwortet seine Mutter.
"Kann man mit einem Schiff zu den Inseln fahren? Das macht sicher Spass!"
"Da gibt es aber oft viele Wellen. Vielleicht wird es dir dann schlecht!" Toni hat keine Lust auf eine Schifffahrt mit seiner Cousine.
"Christina, hast du schon einmal 'Heuler' gesehen?", fragt Tonis Mutter.
"Heuler? Was ist das? Ein Kind, das laut weint?"
"Nein, so heissen die kleinen Seehunde, die Seehundbabys. Wir können eşne Schiffstour machen. Dann kannst du Heuler sehen. Sie liegen auf Sandbänken"
"Ja, super!"
Toni sagt nichts. Er möchte in den Ferien nur mit seinen Freunden zusammen sein, surfen, Partys feiern...
"Sieh mal Christina, da ist ein Leuchtturm", sagt Tonis Mutter.
"Toll, so einen kenne ich nur von Fotos. Und die Häuser sind auch sehr schön. So möchte ich auch wohnen."
Toni hört nicht zu. Er sieht seine Cousine an.
"Sie sieht ja ganz gut aus... vielleicht ist sie doch ganz nett", denkt er.
Aber jetzt will Toni nur an den Strand. Seine Freunde sind schon seit ein paar Stunden dort und surfen.
5 Am Strand
Sie kommen zu Hause in Sankt Peter-Ording an. "Christina, das ist dein Zimmer", sagt Tonis Mutter.
"Toni, bring bitte den Koffer. Danach kannst du mit Christina ins Stadtzentrum gehen. Ihr könnt Eis essen oder..."
"Aber Mama, meine Freunde sind schon lange am Strand und warten auf mich!"
"Dann nimm Christina doch mit!"
"Sie will sicher lieber shoppen..."
"Nein, ich gehe gern mit zum Strand", sagt Christina schnell.
"Das ist langweilig für dich, ich surfe nämlich..."
"Das ist ja super! Hast du auch ein Surfbrett für mich?", will Christina wissen.
In der Garage ist noch ein Surfbrett. Aber Toni sagt: "Nein."
"Christina ist hier und ich muss mein Zimmer aufräumen, früh aufstehen... und jetzt will sie auch noch surfen! Ein Model und surfen?", denkt er.
6 Erste Probleme
Toni und Christina kommen zum Strandcafe. Viele Schüler aus Tonis Klasse sind schon da. Seine Freunde sind auch da.
"Moin, moin. Toni! Du kommst aber spät!", ruft Markus.
"Du hast nicht gesagt, dass du eine neue Freundin hast", meint Florian.
"Oh je, dann kannst du jetzt sicher nicht mehr surfen", sagt Kevin und lacht.
"Ja ja, morgens einkaufen, mittags shoppen...", sagt Markus. Alle lachen und Toni ärgert sich.
"Sind die immer so?", fragt Christina leise.
"Nein, aber ich bin immer der Erste am Strand, nur heute nicht", erklärt Toni.
"Weil ich hier bin?", will Christina wissen.
"Ja, klar!"
"Das tut mir leid", sagt Christina.
"Ja ja, schon gut." Toni möchte jetzt endlich surfen. Er nimmt sein Surfbett und geht zum Wasser.
"Vorsicht! Der Wind ist heute sehr stark!", hört er noch.
Toni denkt an seine Cousine. Plötzlich kann er nicht mehr auf seinem Surfbett stehen. Der Wind ist zu stark. Er fällt ins Wasser.
"Hoffentlich sieht das keiner!", denkt er.
Toni kommt müde zum Strand zurück. Aber keiner fragt: "Alles klar?" oder "ist der Wind zu stark?"
Seine Freunde stehen alle bei Christina und lachen. Markus will am nächsten Abend seinen Geburtstag feiern.
"Komm Christina, wir gehen." Es ist kalt und Toni möchte schnell nach Hause.
"Ja, o.k. ... also tschüss bis morgen!", sagt Christina zu Tonis Freunden.
"Sie findet aber schnell neue Freunde", denkt Toni.
"Du hast doch gesagt, du surfst jeden Tag. Und dann fällst du ins Wasser und kommst zu Fuss zurück zum Strand? War der Wind stärker als du?" Christina lacht.
"Kannst du besser surfen? Das möchte ich morgen sehen!", sagt er schnell
7 Am nächsten Tag
Christina will nach dem Frühstück im Zentrum etwas einkaufen. Toni hat keine Lust.
"In der Garage steht ein Fahrrad, das kannst du nehmen", meint er.
Christina kommt in die Küche zurück. "Du hast ja noch ein Surfbrett! Warum hast du das gestern nicht gesagt?"
"Was willst du denn noch? Weil du hier bist, muss ich in den Ferien früh aufstehen und mein Zimmer aufräumen. Meine Freunde lachen über mich und jetzt willst du auch noch surfen!", sagt Toni und läuft aus dem Haus.
Jetzt hat Christina auch keine Lust mehr zum Einkaufen. Sie sitzt in der Küche und weint. Aber nicht wegen Toni. Sie denkt an ihre Mutter.
"Hoffentlich ist es nicht so schlimm! Hoffentlich wird sie wieder gesund!"
Tonis Mutter kommt in die Küche.
"Christina, ich muss heute Abend arbeiten. Du weisst ja, ich bin Krankenschwester. Und heute habe ich Nachtdienst."
"Wie lange arbeitest du heute?", fragt Christina.
"Ich fange um neun Uhr an und bin bis sechs Uhr morgen früh im Krankenhaus."
"Ach, dann sehen wir uns heute nicht mehr", meint Christia traurig.
"Nein, aber du gehst ja auch gleich zu eurer Strandparty. Wo ist Toni?"
"Ich weiss nicht", antwortet Christina. "Aber den Strand finde ich auch alleine."
"Also dann viel Spass bei deiner eersten Strandparty in Sankt Peter-Ording!"
8 Die Strandparty
Christina kommt zum Strand. Toni ist schon da und sitzt mit seinen Freunden neben den Strandkörben im Sand. Der Wind ist heute sehr stark.
Die Rettungsschwimmer packen gerade die gelbe Fahne ein. "Geht heute nicht ins Wasser, es ist gefährlich. Die Flut kommt bald, die Wellen sind sehr hoch."
"Ja, klar. Alle aus Sankt Peter-Ording wissen, wie gefährlich der Wind ist und keiner surft dann", sagt Markus.
Alle sind sehr lustig und lachen. Nur Christina ist ganz still. Sie denkt an ihre Mutter.
"Sag mal, Christina, kannst du auch surfen?", fragt Florian.
Toni lacht. "Sie kommt doch aus München. Aber sie denkt, sie kann besser surfen als ich! Ha, ha ..."
Christina steht auf. Sie nimmt ein Surfbrett. "Na los Toni! Komm doch mit!", ruft sie und läuft schnell zum Wasser.
"Christina, komm zurück! Es ist zu gefährlich!", schreit Markus laut.
"Die Wellen sind sehr hoch!", ruft Florian.
Aber Christina hört sie nicht. Sie stellt sich auf das Brett und surft los. Der Wind ist sehr stark. Bald sehen die Freunde nur noch einen kleinen Punkt.
"Mensch, Toni. Wir müssen ihr helfen!", sagt Kevin.
"Ach, Quatsch", antwortet Toni. "Sie kommt sicher gleich zurück."
"Toni, du Idiot! Der Wind ist zu stark ... so kann sie nicht zum Strand zurücksurfen!", schreit Markus.
Toni sagt nichts.
"Toni, Christina kommt aus München. Sie weiss nicht, wie gefährlich der Wind hier ist!", sagt Markus.
"Wir müssen ihr helfen!", ruft Kevin.
"Wir müssen die Küstenwache informieren", meint Florian.
"Warum nicht auch noch die Feuerwehr, die Polizei und ...?", fragt Toni.
"Mensch, Christina ist in Lebensgefahr!", schreit MArkus und nimmt sein Handy.
9 Christina in Gefahr
Zehn Minuten später kommt ein Jeep. Die Männer von der Küstenwache bringen ein Boot mit.
"Was ist denn los?", fragen die Männer.
"Ein Mädchen surft da draussen!" Markus zeigt in Richtung Meer.
"Ist das Mädchen verrückt? Bei dem Wetter ist surfen lebensgefährlich!", sagt einer der Männer laut.
"Sie weiss das nicht. Sie kommt aus München", erklärt Markus.
"Hoffentlich finden wir sie schnell...!"
Die Männer sind nervös. Jetzt bekommt auch Toni plötzlich Angst.
"Kannst du ihre Eltern informieren?", fragt einer der Männer.
"Das geht nicht", sagt Toni. "Ihr Vater arbeitet in Kanada und ihre Mutter ist in München im Krankenhaus."
"Und wo wohnt das Mädchen im Moment?"
"Bei meiner Familie", antwortet Toni.
"Hoffentlich finden wir das Mädchen schnell."
Die Männer von der Küstenwache fahren mit ihrem Boot los.
"Was, deine neue Freundin wohnt schon bei dir?", fragt Markus.
"Sie ist nicht meine neue Freundin. Sie ist meine Cousine. Sie wohnt bei uns, bis ihre Mutter aus dem Krankenhaus kommt."
"Toni, warum magst du Christina denn nicht? Warum bist du so unfreundlich zu ihr?", fragt Kevin.
"Ach, in den Ferien will ich nur mit euch surfen und nicht mit meiner Cousine einkaufen gehen oder ..."
"Aber sie ist sehr nett. Und sie hat grosse Angst um ihre Mutter" sagt Markus.
"Hoffentlich findet die Küstenwache sie ...!", sagt Florian leise.
Toni sagt nichts mehr. Er fühlt sich jetzt sehr schlecht.
Alle stehen am Strand und sehen auf das Meer hinaus. Es ist schon fast dunkel. Sie sehen kein Surfbett... nur viele Wellen.
Alle sind sehr leise. Keiner möchte mehr eine PArty feiern. Alle denken an Christina. Toni hat grosse Angst.
Plötzlich hören sie ein Auto. Ein Jeep von der Küsten wache kommt.
"Wir haben eine Nachricht. Ein Fischer hat eine Surferin gefunden", sagt einer der Männer.
"Ist sie...?", fragt Toni.
"Sie lebt, aber sie muss sofort ins Krankenhaus. Das Wasser ist im Moment viel zu kalt. Das ist sehr gefährlich", antwortet der Mann.
"Ein Glück! Sie lebt!", ruft Toni.
"Wir müssen eine Party feiern", meint MArkus.
"Und Toni organisiert die Party und entschuldigt sich bei Christina", sagt Kevin.
"Gute Idee!", meint Florian.
"Aber die Party ist am Strand und nicht im Wasser!", ruft Toni.
10 Gute Freunde
Toni geht ins Krankenhaus und sucht seine Mutter.
"Hallo Mama...!"
"Toni, es ist alles o.k. Christina geht es gut. Aber warum surft ihr am Abend? Der Wind ist heute so stark. Du weisst doch, wie gefährlich das ist!"
"Christina ist allein gesurft", antwortet Toni leise.
"Aber warum denn?"
"Hm... ich habe gesagt: 'Kannst du besser surfen als ich? Das möchte ich sehen.'"
"Jetzt geh schnell zu Christina und entschuldige dich!", sagt die Mutter.
"Mama, kommst du mit zu Christina?", fragt er leise.
"Nein, du gehst alleine zu ihr."
Toni steht vor Christinas Bett.
"Moin, Christina."
"Moin? Es ist doch Abend."
"'Moin' heisst hier 'Guten Morgen' oder 'Hallo' oder 'Guten Abend'. Bei uns in Norddeutschland sagen wir immer 'Moin'", erklärt Toni.
"Ach so..."
"Du... Christina, bitte entschuldige. Ich war nicht nett zu dir..."
"Ist schon o.k."
Tonis Mutter kommt ins Zimmer.
"Wie geht es dir, Christina?"
"Es geht mir ganz gut. Aber wie geht es Mama?", fragt Christina leise.
"Der Chefarzt hat deine Mutter operiert. Es geht ihr gut, Christina. Sie kommt bald nach Sankt Peter-Ording..."
"Super, wann denn?", fragt Christina.
"In einer Woche. Und du bleibst so lange bei uns. Toni, und du gehst...?"
"Ich gehe mit Christina shoppen oder Eis essen..."
"...oder surfen", sagt Christina.
Am nächsten Tag holt Toni Christina aus dem Krankenhaus ab. Sie fahren Rad, treffen die Freunde am Strand, essen Eis...
Am Wochenende gibt es eine grosse Strandparty - nur für Christina.
Toni und Christina surfen auch oft zusammen. Einmal ist Toni schneller, und einmal Christina.
"Ich bin bald wieder in München", sagt Christina.
"Kommst du in den nächsten Ferien wieder? Dann surfen wir jeden Tag", sagt Toni.
"Und dann sehen wir: Surfst du besser oder ich?" Christina lacht.
Quiz
Nur eine Antwort ist richtig!
1-
a-Schleswig-Holstein liegt in Süddeutschland.
b-Schleswig-Holstein liegt in Norddeutschland.
c-Schleswig-Holstein liegt in Dänemark.
2-
a-Sankt Peter-Ording liegt an der Nordsee.
b-Sankt Peter-Ording ist die Hauptstadt von Schleswig-Holstein.
c-In Sankt Peter-Ording gibt es einen grossen internationalen Flughafen.
3-
a-"Rote Grütze" heisst der Strand.
b-"Rote Grütze" heisst die rote Flagge.
c-"Rote Grütze" ist ein Nachtisch, ein Dessert.
4-
a-"Moin" heisst "Mein".
b-"Moin" heisst "Hallo"
c-"Moin" heisst Tonis Cousine.
22 Mart 2020 Pazar
Teli Teli - Xaris Alexiou
Τέλι τέλι τέλι, - Teli teli teli,
κάλπικε ντουνιά - kalpike ntounia
σ’ έμαθα εντέλει - s’ ematha entelei
δε με ρίχνεις πια. - de me rihneis pia.
Σ’ έμαθα εντέλει - S’ ematha entelei
δε με ρίχνεις πια, - de me rihneis pia,
χείλια έχεις μέλι - heilia eheis meli
κι άδικη καρδιά. - ki adiki kardia.
Φέρτε μου ένα σέρτικο τσιγάρο - Ferte mou ena sertiko tsigaro
να φουμάρω, στο χάρο να δώσω ρουφηξιά. - na foumaro, sto haro na doso roufiksia.
Φέρτε μου κρασί για να ξεχάσω - Ferte mou krasi gia na ksehaso
πως μου βάλαν κι οι φίλοι μου καρφιά. - pos mou valan ki oi filoi mou karfia.
Τέλι τέλι τέλι, - Teli teli teli,
κάλπικε ντουνιά - kalpike ntounia
μ’ έκανες κουρέλι, - m’ ekanes koureli,
δε σ’ αντέχω πια. - de s’ anteho pia.
Μ’ έκανες κουρέλι, - M’ ekanes koureli,
δε σ’ αντέχω πια. - de s’ anteho pia.
Τούτη η γη σου θέλει - Touti i gi sou thelei
σπίρτο και φωτιά! - spirto kai fotia
13 Mart 2020 Cuma
11 Mart 2020 Çarşamba
1.1.Noktanın Uzayda Belirlenmesi - Klasik Teorik Mekanik
Klasik Teorik Mekanik
1.Kısım: Kinematik
1.Bölüm: Noktanın Kinematiği
1.1.Noktanın Uzayda Belirlenmesi
Kendisine şimdilik hiç bir dinamik özellik atfetmeyeceğimiz bir noktanın uzaydaki konumunun ve, sebepleri göz önüne alınmaksızın, hareketinin belirlenmesini ve incelenmesini mümkün kılan bilim dalına ”Noktanın Kinematiği" adı verilir.
Şu hâlde Noktanın Kinematiğinin başlıca amacı noktanın uzaydaki konumunu matematiksel bir biçimde belirlemektir. Noktanın gözlenebilmesi mümkün olan bütün kinematik özelliklerinin matematiksel olarak incelenebilmesi için yararlanılan uzay üç boyutlu ÖKLİT (EUCLİDES) uzayı ile bunun kapsadığı alt uzaylardır. Meselâ düzlem ve küre yüzeyi üç boyutlu ÖKLİT uzayının kapsadığı, sırasıyla, biri iki boyutlu bir ÖKLİT uzayı diğeri ise iki boyutlu bir RİEMANN uzayıdır. Bir ÖKLİT uzayı ile bir RİEMANN uzayı arasındaki yapısal fark bu uzayların metrik yapıları (yâni biribirine sonsuz yakın herhangi nokta çifti arasındaki uzaklığın karesinin bu uzaylardaki matematiksel ifâdeleri) arasındaki şekil farkından ileri gelmektedir. Bu husus zâten Fizikte Matematik Metotlar isimli kitabımızda derinliğine incelenmişti. İleride bu noktaya değinerek kısa bir açıklamada da bulunacağız.
Şimdi biz üç boyutlu bir ÖKLİT uzayında bir noktanın konumunu belirlemek üzere en çok yararlanılan bazı yöntemleri gözden geçireceğiz.
1.Kısım: Kinematik
1.Bölüm: Noktanın Kinematiği
1.1.Noktanın Uzayda Belirlenmesi
Kendisine şimdilik hiç bir dinamik özellik atfetmeyeceğimiz bir noktanın uzaydaki konumunun ve, sebepleri göz önüne alınmaksızın, hareketinin belirlenmesini ve incelenmesini mümkün kılan bilim dalına ”Noktanın Kinematiği" adı verilir.
Şu hâlde Noktanın Kinematiğinin başlıca amacı noktanın uzaydaki konumunu matematiksel bir biçimde belirlemektir. Noktanın gözlenebilmesi mümkün olan bütün kinematik özelliklerinin matematiksel olarak incelenebilmesi için yararlanılan uzay üç boyutlu ÖKLİT (EUCLİDES) uzayı ile bunun kapsadığı alt uzaylardır. Meselâ düzlem ve küre yüzeyi üç boyutlu ÖKLİT uzayının kapsadığı, sırasıyla, biri iki boyutlu bir ÖKLİT uzayı diğeri ise iki boyutlu bir RİEMANN uzayıdır. Bir ÖKLİT uzayı ile bir RİEMANN uzayı arasındaki yapısal fark bu uzayların metrik yapıları (yâni biribirine sonsuz yakın herhangi nokta çifti arasındaki uzaklığın karesinin bu uzaylardaki matematiksel ifâdeleri) arasındaki şekil farkından ileri gelmektedir. Bu husus zâten Fizikte Matematik Metotlar isimli kitabımızda derinliğine incelenmişti. İleride bu noktaya değinerek kısa bir açıklamada da bulunacağız.
Şimdi biz üç boyutlu bir ÖKLİT uzayında bir noktanın konumunu belirlemek üzere en çok yararlanılan bazı yöntemleri gözden geçireceğiz.
10 Mart 2020 Salı
9 Mart 2020 Pazartesi
Escape Speed
A satellite is revolving in a circular orbit at a height 'h' from the earth's surface(radius of earth R; h$$<<$$R). The minimum increase in its orbital velocity required, so that the satellite could escape from the earth's gravitational field, is closed to(Neglect the effect of atmosphere.)
7 Mart 2020 Cumartesi
Der kleine Prinz - Kapitel 27 | HÖRBUCH
Kapitel XXVII
Und jetzt ist das schon sechs Jahre her ... Ich habe diese Geschichte noch nie erzählt. Meine Kameraden, die mich zu Gesicht bekamen, waren sehr glücklich, mich lebend wiederzusehen. Ich war traurig, aber sagte zu ihnen: "Das ist die Erschöpfung." Jetzt habe ich ein bisschen Trost gefunden. Das heißt ... nicht ganz. Aber ich weiß, dass er auf seinem Planeten gelandet ist, denn bei Tagesanbruch habe ich seinen Körper nicht wiedergefunden. So schwer war sein Körper wohl nicht ... Und ich liebe es, nachts den Sternen zuzuhören. Sie sind wie fünfhundert Millionen Glöckchen ... Aber etwas Außergewöhnliches geht vor sich. An dem Maulkorb, den ich für den kleinen Prinzen gezeichnet habe, habe ich den Lederriemen vergessen! Er wird sein Schaf niemals anbinden können. So frage ich mich: Was ist auf seinem Planeten geschehen? Vielleicht hat das Schaf doch die Blume gefressen? Mal sage ich mir: Bestimmt nicht! Der kleine Prinz schützt die Blume jede Nacht unter ihrer Glasglocke und hat ein wachsames Auge auf das Schaf ... Dann bin ich glücklich. Und alle Sterne lächeln sanft. Mal sage ich mir: Manchmal ist man ja etwas zerstreut und das allein reicht schon! Er wird eines Abends die Glasglocke vergessen haben oder das Schaf ist nachts lautlos ausgebrochen ... Dann werden die Glocken zu Tränen! .... 104 Darin liegt das große Geheimnis. Für euch, die ihr den kleinen Prinzen auch liebt, gilt ebenso wie für mich, dass nichts auf der Welt gleich bleibt, wenn irgendwo, man weiß nicht mal wo, ein Schaf, das wir nicht kennen eine Blume gefressen hat, oder aber nicht ... Schaut euch den Himmel an. Fragt euch: Hat das Schaf die Blume gefressen oder nicht? Und ihr werdet sehen wie sich alles verändert ... Und kein Erwachsener wird jemals verstehen, welche große Bedeutung das hat. 105 Das ist für mich die schönste und die traurigste Landschaft der Welt. Es ist die gleiche Landschaft wie auf der vorigen Seite aber ich habe sie noch einmal gezeichnet, um sie euch noch besser zu zeigen. Hier ist der kleine Prinz auf die Erde gekommen und wieder verschwunden. Schaut euch die Landschaft genau an, damit ihr sie sicher wiedererkennt, wenn ihr eines Tages durch die afrikanische Wüste reist. Und wenn ihr dort vorbeikommt, ich bitte euch, dann nehmt euch Zeit, wartet ein bisschen unter dem Stern. Wenn ein Kind zu euch kommt, wenn es lacht und wenn es goldene Haare hat, wenn es nicht antwortet, wenn man es ausfragt, dann wisst ihr schon, wer es ist. Also seid freundlich! Lasst mich nicht weiter traurig sein: schreibt mir schnell, dass er zurückgekommen ist ... 106
Der kleine Prinz - Kapitel 26 | HÖRBUCH
Kapitel XXVI
Neben dem Brunnen stand eine alte Steinmauer. Als ich am Abend darauf von meiner Arbeit zurückkam, sah ich von weitem den kleinen Prinzen darauf sitzen, seine Beine baumelten herab. Und ich hörte ihn reden: - "Du erinnerst dich also nicht?", sagte er. "Es ist nicht ganz genau hier!" Eine andere Stimme musste ihm geantwortet haben, denn er erwiderte: - "Doch! Doch! Es ist der Tag, aber hier ist nicht der Ort ..." - "Ich ging weiter auf die Mauer zu. Ich sah und hörte noch immer niemanden. Trotzdem wiederholte der kleine Prinz noch einmal: - "Natürlich. Du wirst sehen, wo meine Spur im Sand beginnt. Du brauchst dort nur auf mich zu warten. Heute Nacht werde ich dort sein." Ich war noch zwanzig Meter von der Mauer weg und ich sah noch immer nichts. Nach einem kurzen Schweigen sagte der kleine Prinz: - "Du hast gutes Gift? Bist du sicher, mich nicht lange leiden zu lassen?" Ich blieb stehen, das Herz zog sich in mir zusammen, aber noch immer verstand ich nicht. - "Verschwinde jetzt", sagte er ... "ich will hier wieder runter." 95 So senkte ich selbst die Augen hinab an den Fuß der Mauer und sprang zur Seite! Da war eine dieser gelben Schlangen, die euch in dreißig Sekunden töten, und sie reckte sich dem kleinen Prinzen entgegen. Ich wühlte in meiner Tasche nach meinem Revolver, ich begann zu rennen aber durch den Lärm, den ich machte, ließ sich die Schlange sanft in den Sand gleiten, wie ein Wasserstrahl, der versiegt, und ganz ohne Eile schlüpfte sie zwischen die Steine und klirrte dabei wie Metall. Gerade rechtzeitig schaffte ich es zur Mauer, um meinen kleinen Kerl von einem Prinzen, der bleich wie Schnee war, in die Arme zu nehmen. 96 - "Was ist das für eine Geschichte! Sprichst du jetzt mit Schlangen!" Ich hatte ihm seinen goldenen Schal abgebunden. Ich habe ihm Wasser an die Schläfen getupft und ihm zu trinken gegeben. Und dann traute ich mich nicht, ihn noch etwas zu fragen. Er blickte mich ernst an und legte mir seine Arme um den Hals. Ich fühlte, wie sein Herz schlug wie das eines sterbenden Vogels, auf den man mit einem Gewehr geschossen hat. Er sagte: - "Ich bin froh, dass du den Fehler an deiner Maschine finden konntest. Du wirst nach Hause fahren können ..." - "Woher weißt du das?" Gerade wollte ich ihm sagen, dass mir die Reparatur trotz aller Hoffnungslosigkeit gelungen war! Er erwiderte nichts auf meine Frage, aber er fügte hinzu: - "Ich kehre heute auch nach Hause zurück ..." Und dann melancholisch: - "Das ist um einiges weiter ... um einiges schwieriger ..." Ich fühlte, dass etwas Außergewöhnliches passierte. Ich hielt ihn fest im Arm wie ein kleines Kind und dennoch schien es mir, als glitt er senkrecht in einen Abgrund, ohne dass ich imstande war, ihn zurückzuhalten ... Sein ernster Blick verlor sich, weit weg: 97 - "Ich habe dein Schaf. Ich habe die Kiste für das Schaf. Und ich habe den Maulkorb ..." Und er lächelte melancholisch. Ich wartete lange. Ich fühlte, wie er immer wärmer wurde. - "Kleiner Mann, du hattest Angst ..." Er hatte Angst, ganz sicher! Aber er lächelte sanftmütig: - "Heute Abend werde ich erst richtig Angst haben ..." Wieder erstarrte ich, war gelähmt durch das Gefühl von etwas Unwiderruflichem. Und ich verstand, dass ich die Vorstellung nicht ertrug, nie wieder dieses Lachen zu hören. Es war für mich wie ein Brunnen in der Wüste. - "Kleiner Kerl, ich will dich noch lachen hören ..." 98 Aber er sagte: - "In dieser Nacht wird es ein Jahr her sein. Mein Stern wird sich genau über der Stelle befinden, an der ich im letzten Jahr heruntergefallen bin ..." - "Kleiner Kerl, ist diese Geschichte von der Schlange und der Verabredung mit dem Stern nicht nur ein böser Traum ...?" Aber er antwortete nicht auf meine Frage. Er sagte: - "Das, was zählt, sieht man nicht ..." - "Natürlich ..." - "Es ist so wie mit der Blume. Wenn du eine Blume liebst, die auf einem Stern wächst, ist es schön, nachts in den Himmel zu schauen. Auf allen Sternen wachsen Blumen." - "Natürlich ..." - "Es ist so wie mit dem Wasser. Was du mir zu trinken gabst, war wie Musik, wegen der Rolle und des Seils ... erinnerst du dich ... es war köstlich." - "Natürlich..." - "Du wirst nachts die Sterne beobachten. Mein Stern ist so klein, dass ich dir nicht zeigen kann, wo genau er sich befindet. Es ist besser so. Mein Stern wird einer der Sterne für dich sein. So wirst du alle Sterne gerne anschauen ... sie alle werden deine Freunde sein. Dann werde ich dir ein Geschenk machen ..." Wieder lachte er. - "Ach! Kleiner Kerl, kleiner Kerl ich liebe dieses Lachen!" - "Genau das wird mein Geschenk sein ... es wird so sein wie mit dem Wasser ..." 99 - "Was meinst du?" - "Die Menschen haben nicht die gleichen Sterne. Den einen, die reisen, dienen die Sterne als Geleit. Für andere sind es nur kleine Lichtpunkte. Für wieder andere, für die Gelehrten, stellen sie Probleme dar. Für meinen Geschäftsmann waren sie Gold. Aber alle diese Sterne schweigen. Du wirst Sterne haben wie keiner sie hat ..." - "Was willst du sagen?" - "Wenn du nachts in den Himmel schaust, wird es für dich sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohnen werde, weil ich auf einem von ihnen lachen werde. Du wirst Sterne haben, die lachen können!" Und wieder lachte er. - "Und wenn du Trost gefunden hast (denn man findet immer Trost), wirst du glücklich sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, einfach so, aus Freude ... und deine Freunde werden erstaunt sein, weil sie dich lachen sehen, wenn du zum Himmel schaust. Und du wirst ihnen sagen: "Ja, beim Anblick der Sterne muss ich immer lachen." Und sie werden dich für verrückt halten. Damit werde ich dir einen gemeinen Streich gespielt haben ..." Er lachte wieder. - "Es wird sein, als hätte ich dir statt der Sterne einen Haufen Glöckchen geschenkt, die lachen können ..." Wieder lachte er. Dann aber wurde er ernst: 100 - "Heute Nacht ... weißt du ... komm nicht." - "Ich werde dich nicht verlassen." - "Es wird so aussehen, als hätte ich Schmerzen ... es wird ein bisschen so aussehen, als müsste ich sterben. So ist das. Komm dir das nicht anschauen, das ist nicht nötig." - "Ich werde dich nicht verlassen." Aber er war besorgt. - "Ich sage dir das auch ... wegen der Schlange. Sie soll dich nicht beißen ... Schlangen sind bösartig. Die beißen auch zum Spaß ..." - "Ich werde dich nicht verlassen." Etwas beruhigte ihn. - "Sie haben nicht ausreichend Gift für einen zweiten Biss ..." In dieser Nacht habe ich nicht gesehen, wie er sich auf den Weg machte. Er ging fort, ohne Lärm zu machen. Als ich ihn einholte, lief er entschlossen mit schnellem Schritt vorwärts. Er sagte mir nur: - "Ah! Da bist du ..." 101 Und er nahm mich bei der Hand. Aber quälte sich noch: - "Du hast nicht recht getan. Es wird traurig sein. Es wird aussehen, als sei ich tot ... aber das wird nicht stimmen ..." Ich schwieg. - "Du verstehst. Es ist zu weit. Ich kann diesen Körper hier nicht mitnehmen. Er ist zu schwer ..." Ich schwieg. - "Ich werde wie ein alte, übrig gebliebene Hülle sein. Das ist doch nichts Trauriges, so eine Hülle ..." Ich schwieg. 102 Er verlor ein bisschen den Mut. Aber strengte sich doch noch einmal an: - "Es wird fröhlich sein. Auch ich werde die Sterne betrachten. Alle Sterne werden wie Brunnen sein, mit einer verrosteten Winde. Alle Sterne werden mir zu trinken geben." Ich schwieg. - "Es wird so lustig sein! Du wirst fünfhundert Millionen Glöckchen haben, ich werde fünfhundert Millionen Brunnen haben ..." Dann schwieg auch er, denn er weinte ... - "Dort ist es. Lass mich allein einen Schritt machen." Und er setzte sich hin, denn er hatte Angst. Er sagte: - "Weißt du ... meine Blume ... ich bin für sie verantwortlich! Und sie ist so schwach! Sie ist so leichtgläubig. Sie hat nur vier lächerliche Dornen um sich gegen die Welt zu schützen ..." Ich setzte mich, denn ich konnte mich nicht mehr aufrecht halten. Ich sagte: - "Hier ... Das ist alles ..." Er zögerte noch kurz, dann stand er auf. Er machte einen Schritt. Ich konnte mich nicht rühren. Es blitzte nur gelb ganz nah an seinem Knöchel. Einen Augenblick lang erstarrte er. Er schrie nicht. Er fiel sanft um wie ein Baum. Durch den Sand war nicht mal ein Geräusch zu hören. 103
Der kleine Prinz - Kapitel 25 | HÖRBUCH
Kapitel XXV
- "Die Menschen", sagte der kleine Prinz, "drängen sich in Schnellzüge, aber sie wissen nicht, wohin sie wollen. So fahren sie hin und her und dabei immer im Kreis ... Und er fügte hinzu: - "Das ist es nicht wert ..." Der Brunnen, zu dem wir kamen, sah nicht so aus wie die üblichen Sahara-Brunnen. Die Brunnen in der Sahara sind nur einfache Löcher im Sand. Dieser aber glich einem Dorfbrunnen. Aber da war kein Dorf und ich glaubte zu träumen. - "Merkwürdig", sagte ich zum kleinen Prinzen, "alles ist bereit: die Winde, der Eimer, das Seil ..." Er lachte, fasste das Seil und ließ die Brunnenwinde spielen. Und sie ächzte wie ein alter Wetterhahn, wenn der Wind lange geschlafen hat. - "Hörst du", sagte der kleine Prinz, "wir wecken diesen Brunnen und er singt ..." Ich wollte nicht, dass er sich zu sehr anstrengt: - "Lass mich das machen", sagte ich, "das ist zu schwer für dich." 90 Langsam zog ich den Eimer bis zum Rand hinauf. Ich stellte ihn ganz aufrecht hin. In meinen Ohren hallte noch das Geräusch der Zugwinde und im zitternden Wasser sah ich die Sonne schimmern. - "Mich dürstet es nach diesem Wasser", sagte der kleine Prinz, "gib mir zu trinken ..." Und ich verstand, was er gesucht hatte! 91 Ich hob den Eimer an seine Lippen. Er trank mit geschlossenen Augen. Das war köstlich wie ein Fest. Dieses Wasser war alles andere als ein einfaches Lebensmittel. Es war entstanden aus dem Marsch unter den Sternen, aus dem Gesang der Brunnenwinde, aus der Anstrengung meiner Arme. Es tat dem Herzen so gut wie ein Geschenk. Genau so machten – als ich ein kleiner Junge war – das Licht des Weihnachtsbaums, die Musik der Mitternachtsmesse, die Milde des Lächelns den ganzen Zauber des Geschenks aus, das ich bekam. - "Die Menschen bei dir", sagte der kleine Prinz, züchten fünftausend Rosen im gleichen Garten ... und sie finden nicht, wonach sie suchen ..." - "Sie finden es nicht", antwortete ich ... - "Und dabei könnte man das, was sie suchen, in einer einzigen Rose oder in ein wenig Wasser finden ..." - "Natürlich", antwortete ich. Und der kleine Prinz ergänzte: - "Aber die Augen sind blind, man muss mit dem Herzen suchen." Ich hatte getrunken. Ich atmete tief durch. Der Sand hat bei Tagesanbruch die Farbe von Honig. Ich war glücklich über diese Honigfarbe. Warum musste ich traurig sein ... - "Du musst dein Versprechen halten", sagte der kleine Prinz sanft, der sich wieder neben mich gesetzt hatte. - "Welches Versprechen?" - "Du weißt ... ein Maulkorb für mein Schaf ... ich bin verantwortlich für diese Blume!" 92 Ich holte aus meiner Tasche meine Zeichenentwürfe hervor. Der kleine Prinz sah sie und sagte lachend: - "Deine Affenbrotbäume sehen ein bisschen so aus wie Kohlköpfe ..." - "Oh!" Ich war so stolz auf die Affenbrotbäume gewesen. - "Dein Fuchs ... seine Ohren ... sie sehen ein bisschen wie Hörner aus ... sie sind zu lang!" Und wieder lachte er. - "Du bist ungerecht, kleiner Kerl, ich konnte schon immer nur offene und geschlossene Riesenschlagen zeichnen." - "Oh! Das wird schon gehen", sagte er, "die Kinder verstehen es." Ich kritzelte also einen Maulkorb. Und mein Herz zog sich zusammen als ich sie ihm gab: - "Du hast etwas vor, von dem ich nichts weiß ..." Aber er antwortete mir nicht. Er sagte: - "Weißt du, mein Fall zur Erde ... morgen jährt er sich." Und nach einem Moment Stille sagte er noch: - "Mein Absturz, der ereignete sich hier, ganz in der Nähe ..." Und wieder fühlte ich einen merkwürdigen Schmerz, ohne zu verstehen warum. 93 Währenddessen fiel mir eine Frage ein: - "Also ist es kein Zufall, dass du an dem Morgen, an dem ich dich traf, so ganz allein, tausend Meilen von besiedeltem Gebiet entfernt, spazieren gingst! Du bist zu der Stelle zurückgekehrt, wohin du gefallen warst?" Der kleine Prinz errötete. Und zögernd fügte ich hinzu: - "Vielleicht wegen des Jahrestags?" Der kleine Prinz errötete wieder. Er antwortete nie auf Fragen, aber wenn man rot wird, dann heißt das doch, ,jaʻ, oder? - "Ach", sagte ich, "ich habe Angst!"... Aber er antwortete: - "Du musst jetzt arbeiten. Du musst zurück zu deiner Maschine. Ich warte hier auf dich. Komm morgen Abend wieder..." Aber ich konnte mich nicht beruhigen. Ich erinnerte mich an den Fuchs. Es kann passieren, dass man ein bisschen weinen muss, wenn man sich hat zähmen lassen ... 94
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25- Gemideki egzoz kazanının kirlenmesinin motorun çalışmasına etkisi nasıl olur? cevap: c) Motorun yanma odasında artık gaz miktarı artar ...
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2- Sıkıştırma basıncı normal, maksimum yanma basıncı yüksek ise bunun olası sebebi aşağıdakilerden hangisidir? cevap: c) Yeterli süpürme ha...