Eine Stunde später stehen die beiden Freunde auf dem Friedhof. Sehr viele Bewohner von Friedrichshausen haben sich versammelt. Die Familie von Klaus Biederstett steht un das Grab. Der Stadtrat ist fast vollzählig vertreten. Freunde, Mitschüler, Schaulustige. Eine Gruppe schwarz gekleideter Jugendlicher steht militärisch korrekt auf der anderen Seite. Nach ein paar kurzen Reden wird der Sarg ins Grab gesenkt.
Plötzlich tritt ein grosser, schlanker Jugendliche aus der Gruppe vor das Grab und will eine Ansprache halten. Der Pfarrer drängt ihn zur Seite und wirft mit einer kleinen Schuafel Erde ins Grab. Er spricht ein paar Worte, die Müller nicht verstehen kann. Dann gibt er die Schufel weiter und drückt den Mitgliedern der Familie die Hände. Die Umstehenden bilden eine Schlange und wiederholen das Ritual des Pfaffers. Der Anführer der Skinheads steht mit finsterer Miene daneben.
"Das ist Thorsten Brade, der Sohn des Bürgermeisters. So etwas wie der Chef der Bande", flüstert Haube.
"Thorsten und der Kindergarten", bemerkt Müller.
"Wie meinst du das?"
"Der Rest der Gruppe oder Bande, wie du sagst, das sind doch noch halbe Kinder. Schau dir doch die Gesichter an!"
"Ja, aber aufgehetzte Kinder", stellt Haube fest.
Die Zeremonie ist zu Ende und die meisten Leute haben den Friedhof verlassen. Auch die beiden Freunde gehen. Am Ausgang bemerken sie, wie die Gruppe der Skinheads auf einen Jungen einredet. Er ist nicht so gekleidet wie die Gruppenmitglieder. Er trägt eine Winterjacke und Jeans. Nur die kurz geschnittenen Haare passen zu den anderen Jugendlichen. Der Junge wirkt ziemlich ängstlich und unsicher. Müller versteht nur einige Worte: "Los, du Feigling... du musst aber ... Ruhe..."
9
"Der Nächste bitte!"
Müller folgt der Sprechstunden hilfe in das Zimmer. De Arzt, ein freundlicher, älterer Herr im weissen Mantel, kommt auf ihn zu.
"Na, was fehlt uns denn, junger Mann?"
"Guten Tag, Herr Doktor. Mir fehlt eigentlich nichts. Ich bin aus einem anderen Grund gekommen. Mein Name ist Müller. Ich bin Privatdetektiv."
Der Arzt schaut jetzt nicht mehr so feundlich. "Und was kann ich für Sie tun?"
"Sie haben doch die Leiche von Klaus Biederstett untersucht?", fragt Müller.
"Ach, deswegen kommen Sie? Mein Bericht liegt bei der Polizei. Ich will nichts mit der Sache zu tun haben. Da müssen Sie schon mit der Polizei..."
"Entschuldigen Sie", unterbricht ihn Müller, "ich habe nur eine Frage, die Sie mir doch beantworten könne." Der Arzt blickt Müller skeptisch an. "Un die ist?"
"Was war eigentlich die Todesursache?"
"Tod durch Erfrieren."
"Wie bitte? Wieso schreibt die Zeitung dann von Mord?", fragt Müller erstaunt.
"Ich habe der Presse gegenüber keine Erklärungen abgegeben. Mich hat niemand dazu gefragt. Der Junge hatte eine Kopfverletzung. Wie von einem Schlag. Eine Platzwunde. Wber diese Verletzung war nicht tödlich. Er muss ohnmächtig die ganze Nacht im Schnee gelegen haben und ist erfroren."
"Wann hat man die Leiche gefunden?" Müller ist immer noch erstaunt.
"Am Montagmorgen."
"Und was kann die Verletzung verursacht haben?"
"Tja, schwer zu sagen. Ein runder Gegenstand oder so. Haben die Eltern von Klaus Sie beauftragt?", fragt der Arzt.
"Nein, ich arbeite für das Asylheim."
jetzt schaut der Arzt nervös auf seine Uhr. "So, Herr Müller, ich muss mich jetzt um meine Patienten kümmern. Und bitte, lassen Sie meinen Namen aus dem Spiel..."
"Natürlich, Herr Doktor. Und vielen Dank! Auf Wiedersehen."
Nachdenklich verlässt Müller die Arztpraxis. Er beschliesst, dem 'Friedrichshausener Tageblatt' einen Besuch abzustatten. Doch dort passiert ihm das Gleiche wie bei einem anschliessenden Besuch im Jugendzentrum der Stadt: Die Leute sind abweisend, keiner will mit ihm reden.
Kurz nach 21 Uhr kommt Müller in Friedrichshausen an. Der Taxifahrer blickt erstaunt in den Rückspiegel, als der Detektiv als Fahrziel das Asylheim angibt. Müller schaut aus dem Fenster. Friedrichshausen. Eine typische deutsche Kleinstadt. Alter Bahnhof, Anfang des Jahrhunderts. Im Zentrum ein grosses Backsteingebäude, das Rathaus. Moderne Betonkaufhäuser, Geschäfte, Fussgängerzone. Weiter, Richtung Stadtrand, Wohnblöcke, dann Einfamilienhäuser, eines neben dem anderen, alle gleich.
Das Taxi biegt von der Hauptstrasse ab in einen Kiesweg. Brauner Schneematsch liegt am Strassenrand.
"Hier komme ich nicht weiter", sagt der Taxifahrer und deutet auf die parkenden Autos.
"Und wo ist das Heim?", fragt Müller.
"Gleich da vorne, wo die Leute sind", antwortet der Fahrer. Müller bezahlt, nimmt seine kleine Reisetasche und geht auf die Villa zu. Viele Schaulustige stehen herum. Jugendliche mit kahl geschorenen Köpfen, aber auch ältere Bürger rufen ausländerfeindliche Parolen. Müller ist schockiert. 'Alte und junge Nazis glücklich vereint', denkt er. Als er durch die Gruppe will, um zum Haus zu kommen, stösst ihn ein Jugendlicher mit schwarzer Bomberjacke an.
"Hey, willst wohl zu den Asylantenschweinen? Bist wohl auch so ein Volksverräter?" Die Gruppe schaut ihn feindselig an. Müller sagt nichts und geht zum Haus.
"Mensch, Helmut! Danke, dass du gekommen bist." Haube begrüsst seinen alten Freund. Sie gehen zusammen ins Büro des Heims. Im Flur steht eine Gruppe von Männern. "Die meisten hier im Heim sind Kurden", erklärt Gernot. "Die Leute haben Angst. Die Stimmung in der Stadt wird immer schlimme. Alle haben Angst vor einem neuen Anschlag. Und morgen ist die Beerdigung von dem Jungen."
"Und was ist mit Samadi? Ist er wieder aufgetaucht?"
"Nein. Ich weich auch nicht, wo der steckt." Haube ist resigniert. "Wenn ihn die Glatzen erwischen, bringen sie ihn um."
"Du meint diese Skinheads?" Müller deutet aus dem Fenster.
"Ja. In einer Stunde fahren wir nach Hause. Dann kommt die Nachtschicht. Wir bewachen das Heim jetzt rund um die Uhr. Gott sei Dank gibt es in dieser Stadt nicht nur rechtsradikale Jugendliche und alte Nazis. Wir haben viele Freiwillige, die uns helfen und sich um die Asylbewerber kümmern."
7
"Kaffee oder Tee?", ruft Ingrid Haube aus der Küche.
Müller sitzt am Frühstücktisch. "Am liebsten Kaffee!" Gernot Haube kommt ins Esszimmer und liest die Titelseite des 'Freidrichshausener Tageblatts'. "Schau, die heutige Schlagzeile: 'Der Mörder ist immer noch frei!' Das ist Journalismus vonder schlimmsten Art."
"Zeig mal", sagt Müller und greift nach der Zeitung. Da fällt ein kleiner Zettel heraus, der zwischen den Seiten gesteckt hat.
"Was ist das? Ein Brief für dich, Gernot."
"Nicht möglich, die Post kommt immer erst gegen 11 Uhr. Lass mal sehen!"
Mit ausgeschnittenen Buchstaben ist der Satz auf den Zettel geklebt.
"Sehr merkwürdig!", rätselt Haube.
"Aber eine gute Nachricht, meinst du nicht?" Müller betrachtet die anonyme Botschaft. "Immerhin heisst das, dass wir einen unbekannen Freund auf der anderen Seite haben. Einen, der etwas weiss, aber wohl ziemlich viel Angst hat."
"Schon, aber das hilft uns auch nicht viel." Haube betrachtet noch einmal den Zettel.
"Wer ist eigentlich dieser Ahmad Samadi?", unterbricht Müller das Schweigen.
"Der Junge ist in Ordnung. Er hat garantiert nichts mit dem Mord zu tun. Er lebt seit etwa einem halben Jahr hier. Er hat mir oft als Dolmetscher geholfen. Er spricht ziemlich gut Deutsch und hat auch schnell Freunde in der Stadt gefunden. Ich habe keine Ahnung, warum er verschwunden ist."
"Und wie alt ist er?"
"Ahmad, ja, so etwa 18 Jahre."
"Und der tote Junge"
"Klaus Biederstett ist, äh, war etwa im gleichen Alter."
"Glaubst du, die beiden haben sich gekannt?"
"Tja, darüber habe ich auch schon nachgedacht. Schon möglich. Wie gesagt, Ahmad hatte Freunde in der Stadt. Vielleicht kannten sie sich vom Jugendzentrum oder aus der Disko."
"Und den Klaus Biederstett, kanntest du den auch?"
"Nein, nicht persönlich. Die Leute von der Kirchengemeinde haben ihn als ziemlich schüchtern beschrieben. Er ist immer mit den Skinheads mitgelaufen."
"Mit den Skinheads? Vielleicht liegt da ein Motiv."
Haube schaut den Detektiv skeptisch an. "Glaubst du etwa auch, der Ahmad...?"
"Quatsch, Gernot, ich denke nur laut. Recherchieren heisst, alle möglichkeiten in Betracht ziehen..."
"Annika, bist du fertig? Wir warten auf dich!"
Familie Sonntag will in Urlaub fahren. Die Koffer sind schon im Auto, aber Annika ist noch nicht da.
"Ja, ich komme gleich. Ich schreibe nur noch schnell eine SMS an Nora!", ruft Annika.
"Das kannst du auch im Auto machen! Komm wir, wollen fahren. Deine Schwester wartet schon auf uns."
Nora ist Annikas ältere Schwester. Sie ist Studentin in Greifswald. Alle haben Ferien und wollen zusammen auf der Insel Hiddensee Urlaub machen. Familie Sonntag wohnt in Dresden. Sie fahren mit dem Auto über die Autobahn in Richtung Berlin und dann weiter nach Greifswald. Da holen sie Nora ab und fahren dann zusammen weiter an die Ostsee.
"Mama, wie lange fahren wir denn bis Greifswald?", will Annika wissen, als sie im Auto sitzen und losfahren.
"Ungefähr vier bis fünf Stunden", antwortet Frau Sonntag.
"Und wie lange fahren wir dann von Greifswald bis Hiddensee?", fragt Annika.
"Das dauert noch einmal ungefähr zwei oder drei Stunden", sagt ihr Vater.
Sie fahren durch das Zentrum von Dresden und kommen an der Frauenkirche vorbei. Die Kirche war viele Jahre eine Ruine, aber seit ein paar Jahren ist sie fertig restauriert. Es gibt viele Touristen, die die Kirche sehen wollen. Danach kommen sie an der Semperoper vorbei.
"In die Semperoper müssen wir bald wieder gehen. Wir waren schon lange nichr mehr im Konzert", sagt Herr Sonntag.
"Stimmt, das letzte Konzert war ein Mozart-Konzert. Das war so schön!", erinnert sich Frau Sonntag. "Vielleicht gibt es ja auf Hiddensee ein klassisches Konzert. Dann können wir da alle zusammen hingehen!"
Aber Annika interessiert sich nicht für klassische Musik oder Opern. Sie hört lieber Popmusik. Im Sommer gibt es in Touristenorten auch Konzerte für junge Leute, aber im Winter? Da ist es sicher sehr langweilig auf der Insel. Annika freut sich nicht auf diese Ferien. Ihre Klassenkameraden fliegen auf die Kanarischen Inseln oder nach Florida oder gehen in den Alpen Skifahren. Aber ihre Familie macht Urlaub in Deutschland - auf einer Mini-Insel. Wie langweilig. Gut, dass Nora mitkommt! Vielleicht hat sie ein paar coole Idee, was man auf der Insel so machen kann. Weil die Fahrt ein paar Stunden dauert, schaltet sie ihren MP3-Player ein. Bis sie Nora treffen, kann sie noch viele Songs hören.
2 Unterwegs zur Insel
Sie fahren schon seit zwei Stunden über die Autobahn. Sie sind in der Nähe von Potsdam und Berlin.
"Nach Berlin können wir auch mal fahren. da gibt es so interessante Museen!", sagt Frau Sonntag zu ihrem Mann.
"Mama, Papa, wie lange dauert es noch, bis wir bei Nora in Greifswald sind?" Annika findet die Fahrt langweilig.
"Noch zwei oder drei Stunden", antwortet ihr Vater.
"So lange noch? Das ist ja blöd."
"Da hinten ist ein Rastplatz. Da können wir eine kurze Pause machen und etwas essen gehen", sagt Frau Sonntag.
"Eine Currywurst mit Pommes für mich!", ruft Annika.
Eine halbe Stunde später sind sie wieder unterwegs und endlich kommen sie in Greifswald an.
"Hallo! Endlich! Da seid ihr ja! Ich warte schon so lange!", sagt Nora.
Sie fahren von Greifswald nach Stralsund und dann weiter in Richtung Norden auf die grösste deutsche Insel: Rügen. Dort müssen sie in Schaprode die Fähre zur Insel Hiddensee nehmen.
"Wir müssen noch einen Parkplatz suchen, dann können wir auf der Fähre eine heisse Schokolade trinken", sagt ihr Vater.
"Warum fahren wir denn nicht mit dem Auto auf die Fähre?", fragt Nora.
"Die Insel ist autofrei", erklärt er.
"Autofrei? Was heisst das?", fragt jetzt Nora.
"Na, es gibt keine Autos auf der Insel."
Sie parken das Auto und gehen auf die Fähre. Die Fahrt über die Ostsee beginnt.
"Papa, kann man denn Motorrad fahren auf Hiddensee?", will Nora wissen.
"Nein, Motorrad fahren darf man auf der Insel auch nicht."
"Interessierst du dich jetzt für Motorräder?", will ihr Vater wissen.
"Nein, aber da vorne steht so ein Typ mit Motorradjacke und Motorradhelm. Auf der Insel braucht er doch seinen Helm gar nicht", sagt Nora.
"Komisch. Vielleicht besucht er Freunde oder Familie auf der Insel."
"Oder er ist ein Bankräuber und will nicht, dass sein Gesicht von der Kamera gefilmt wird..." Annika lacht.
"Papa, wie kommen wir vom Hafen zum Hotel - ohne Auto?"
"Hotel? Wir haben Zimmer in der Pension Petersen gebucht. Frau Petersen kommt uns abholen", erklärt Herr Sonntag.
"Super Ferien!", sagt Annika. "Kein Auto, kein Hotel. Nächstes mal fliegen wir lieber nach Mallorca - Ferien im Luxushotel mit Vollpension!"
3 Ankunft auf Hiddensee
Die Fähre legt in Neuendorf an. Es ist Winter. Es ist Winter. Im Winter kommen nicht so viele Besucher wie im Sommer. Die Insel ist nicht sehr gross. Im Hafen warten die Familien auf ihre Feriengäste.
"Familie Sonntag?", fragt eine Frau am Hafen.
"Ja, das sind wir", sagt Frau Sonntag.
"Herzlich willkommen auf Hiddensee! Ich bin Frau Petersen. Der Wagen steht da vorne!"
Der Wagen? Können sie doch mit dem Auto fahren? Annika ist überrascht. Aber dann gehen sie zu dem "Wagen". Es ist eine Pferdekutsche!
"Fahren wir mit der Pferdekutsche?", fragt Nora.
"Ja klar, Autos gibt es hier nicht. Und eine Pferdekutsche ist bequem. Aber wenn du lieber zu Fuss gehen willst, sind es nur ein paar Kilometer bis zur Pension...", sagt Frau Petersen.
"Nein, nein!", sagt Nora schnell. Sie ist müde und will nicht zu Fuss zur Pension gehen.
"So, da sind wir! Das hier ist mein Neffe Oliver. Er zeigt euch die Zimmer!", sagt Frau Petersen und zeigt auf einen jungen. Er ist ungefähr so alt wie Nora.
"Moin!", sagt Oliver.
"Es ist doch schon fast Abend!", sagt Annika.
"'Moin' sagt man hier aber immer, morgens, mittags, abends...", erklärt er.
"Aha. Interessant", sagt Nora.
Oliver nimmt ihre Taschen und zeigt ihnen ihre Zimmer.
"Wart ihr schon einmal auf der Insel?", fragt er.
"Nein, wir sind zum ersten Mal hier, aber für junge Leute ist es bestimmt langweilig hier", sagt Annika.
"Wenn ihr gerne reitet, wird es euch hier gut gefallen. Es gibt viele Pferde auf der Insel. Unser Nachbar, Herr Sören, hat auch Pferde. wir können ja mal zusammen zum Strand reiten."
Annika mag Pferde, Nora auch.
"Herzlich willkommen auf Hiddensee", sagt Oliver.
"Wenn ihr etwas braucht oder eine Frage habt..."
"Ja, ich habe eine Frage...", sagt Annika schnell. "Was ist denn hier so los? Ich meine, für junge Leute...?"
"Du bist doch gerade erst angekommen. Ist es dir jetzt schon zu langweilig?" Oliver lacht.
"Nein..., aber was kann man denn hier so machen?"
"Warte doch erst mal ab! Morgen gebe ich euch ein paar Tipps!", sagt Oliver.
Vielleicht ist es auf der Insel ja doch ganz interessant...
4 Der erste Tag auf der Insel
"Moin, na, gut geschlafen?", fragt Oliver am nächsten Tag, als Annika und Nora zum Frühstück gehen.
"Ja, super. Keine Autos, keine Flugzeuge. Es ist so leise hier!", sagt Annika und lacht.
"Stimmt. Aber die Möwen können sehr laut sein, wenn sie hungrig sind!", sagt Oliver und lacht auch.
"Was macht ihr dennheute?", will er wissen.
"Keine Ahnung!", antwortet Nora.
"Habt ihr Lust auf eine Inseltour?", fragt Oliver. "Ich muss später zum Hafen, aber vorher kann ich euch die Insel zeigen."
"Ja, gerne!" Annika und Nora freuen sich. Vielleicht werden es ja doch noch schöne Ferien.
Sie fahren mit der Pferdekutsche los.
"Seht mal, da vorne ist Vitte. Das ist der grösste Ort auf der Insel", erklärt Oliver.
"Der grösste Ort? Wie viele Leute wohenen denn hier?", will Annika wissen.
"Na, ungefähr 600."
"600? Und das ist der grösste Ort hier? Mensch, bei uns in Dresden wohnen ungefähr eine halbe Million Menschen", sagt Annika.
"Und bei uns in Greifswald wohnen ungefähr 55.000 Menschen", sagt Nora.
"Du wohnst in Greifswald?", fragt Oliver.
"Ja, ich studiere da an der Universität."
"Ich auch"
"Wirklich, Oliver?"
"Ja, ich bin immer nur in den Semesterferien hier bei meiner Tante auf Hiddensee", erklärt er.
"Und woher kommst du?", will Annika wissen.
"Aus Bielefeld"
"Die Stadt kenne ich nicht. Da war ich noch nie."
"Bielefeld ist auch eine schöne Stadt. Aber leider liegt diese Stadt nicht am Meer. Ich bin gerne hier auf der Insel", sagt Oliver.
"Was kann man hier auf der Insel denn noch sehen?", fragt Nora.
"Es gibt hier etwas ganz Besonderes: Hausmarken. Das sind Zeichen, die man auf das Haus oder das Werkzeug macht. Jedes Haus hat ein anderes Zeichen. Seht mal! Das ist seit 900 Jahren hier Tradition."
"Cool!", sagt Nora.
"Die Insel ist insgesamt nicht sehr gross - ungefähr 17 Kilometer lang und 250 bis 3.700 Meter breit. Es gibt auch schöne Dörfer: Vitte und Kloster. Esst ihr gerne Fisch?", fragt Oliver.
"Ja, sehr gerne", antworten Annika und Nora.
"Dann machen wir einen kleinen Zwischenstopp am Hafen. Da gibt es heute frischen Fisch. Sehr lecker! Aaal oder Hering sind hier Spezialitäten."
5 Winter auf Hiddensee
Es ist Winter und die Temperatur ist seit ein paar Tagen unter null Grad Celsius. Manchmal ist es sogar minus 10 Grad oder noch kälter. Der Wind kommt aus Richtung Osten. Es ist sehr kalt.
In den nächsten Tagen sind sie wieder mit Oliver unterwegs. Er zeigt ihnen viele schöne Strände. Und es gibt noch etwas Besonderes zu sehen.
"Sieh mal, so viel Eis!", sagt Annika zu Nora.
"Das ist ja unglaublich! Da kann man ja fast zu Fuss nach Schaprode über die Ostsee gehen", meint Nora.
"Stimmt, manchmal kann man hier zu Fuss über das Eis gehen. Aber da muss die Temperatur noch ein paar Tage unter null Grad bleiben", erklärt Oliver.
"Wirklich? Man kann dann zu Fuss über die Ostsee gehen?", fragt Nora.
"Ja, aber das geht nur, wenn es im Winter sehr kalt ist. Auf der Ostsee gibt es jeden Tag mehr Eisschollen. Wenn es noch lange so kalt bleibt, gibt es hier bald grosse Probleme", sagt Oliver.
"Was denn für Probleme?", will Nora wissen.
"Na ja, wenn die Fähre nicht mehr fahren kann, kommenkeine neuen Touristen mehr. Und wir bekommen keine frischen Lebensmittel mehr."
"Es gibt doch frischen Fisch!", sagt Annika.
"Aber nur, wenn die Boote zum Fischen auf die Ostsee fahren können. Wenn es zu viel Eis gibt, können die Boote nicht fahren. Dann gibt es auch keinen frischen Fisch mehr."
"Dann essen wir Fisch aus der Dose!", lacht Annika.
"Lach nicht! Wenn es noch mehr Eis gibt, musst du hier auf der Insel bleiben."
"Was? Ich muss hier bleiben?", sagt Annika.
"Ja, im Jahr 2010 gab es hier schon einmal grosse Probleme - viel Eis und Sturm, viel Schnee, kein frisches Brot. Die Fähre konnte dann auch nicht mehr fahren und die Touristen mussten eine Woche länger auf der Insel bleiben", erklärt Oliver.
Annika lacht nicht mehr. Sie möchte nicht länger auf Hiddensee bleiben.
6 Etwas Besonderes
"Heute kommen neue Gäste und ich muss sie am Hafen abholen. Danach muss ich einkaufen gehen. Heute habe ich keine Zeit mehr mit euch zum Leuchtturm zu fahren."
"Kein Problem", sagt Nora.
"Aber ihr könnt zu unseren Nachbarn gehen. Familie Sören hat Pferde für Touristen und organisiert Touren zum Leuchturm."
"Wo wohnt Familie Sören denn?", fragt Annika.
"Siehst du das rote Haus da vorne? Da wohnt die Familie Sören."
"Na, dann können wir ja mal hingehen und fragen, ob wir morgen ausreiten können", sagt Nora.
Sie gehen zu Familie Sören.
"Moin! Ihr wollt sicher reiten! Kommt mal mit, ich zeige euch unsere Pferde...", sagt Herr Sören.
Sie gehen zusammen in den Pferdestall.
"Wohin wollt ihr denn reiten?", fragt Herr Sören.
"Vielleicht zum Leuchtturm?", sagt Nora.
"Das ist ein schöner Weg. Dahin könnt ihr heute Nachmittag reiten."
"Danke, Herr Sören!", sagt Annika.
"Habt ihr schon das Heimatmuseum gesehen?", fragt er.
"Nein", sagt Annika.
"Im Moment gibt es etwas ganz Besonderes: Im Heimatmuseum wird ein Dokumentarfilm über Goldschmuck gemacht..."
"Aha...", sagt Annika leise.
"... dieser Goldschmuck ist circa 1000 Jahre alt."
"1000 Jahre?", fragt Nora.
"Ja, das ist der Hiddenseer Goldschmuck. Eine Person hat den Goldschmuck vor vielen jahren am Strand gefunden. Experten sagen, dass er von den Wikingern ist. das Original ist normalerweise im Museum in Stralsund. Aber für die Dokumentation ist der Originalschmuck nach vielen Jahren wieder nach Hiddensee gekommen. Im Moment könnt ihr ihn im Museum sehen. Das ist eine Sensation...", erklärt Herr Sören. "der Schmuck ist sehr wertvoll, 70..."
"70 Euro?", fragt Annika.
"70 millionen Euro", sagt Herr Sören.
"So viel? Diesen Schmuck möchte ich sehen!", sagt Nora.
"Ich ruf mal im Museum an. Wenn ihr jetzt dahin geht, könnt ihr euch den Schmuck heute schon ansehen."
"Danke, Herr Sören. Komm, Annika, wir gehen!", sagt Nora.
"Dann bis heute Nachmittag, Herr Sören", sagt Annika.
7 Echter Goldschmuck
"Heimatmuseum" steht auf dem Poster.
"Fotos, Information über die Insel, Bernstein...", liest Nora laut.
"Bernstein?", fragt Annika.
"Ja, hier am Strand finden viele Leute bernstein. In Neuendorf gibt es ein Schmuckgeschäft. Da könnt ihr schmuck aus Bernstein kaufen", erklärt ein junger Mann. Er steht vor der Eingangstür zum Museum.
"Arbeiten Sie hier?", fragt Nora.
"Ja, aber heute ist das Museum noch bis 15 Uhr geschlossen. Hier wird heute ein Dokumentarfilm über den echten Goldschmuck von Hiddensee gemacht. Normalerweise ist der Schmuck im Museum in Stralsund", sagt er.
"Ja, das wissen wir schon!", sagt Annika.
"Woher wisst ihr das? Diese Information findet ihr nicht im Internet", will der junge Mann wissen.
"Herr Sören hat es uns gesagt", erklärt Nora.
"Dann ist es in Ordnung. herr Sören hat hier angerufen. Wollt ihr den Goldschmuck jetzt sehen?", fragt er.
"Ja, gerne!", sagen beide Mädchen.
"Dann kommt mal mit", sagt der junge Mann.
Der Hiddenseer Goldschmuck sieht aus wie Kreuze mit Tiermotiven. Die Kreuze hängen in einer Glasvitrine.
"Wie schön!", sagt Nora.
Annika findet den Originalschmuck auch interessant.
"Und der Schmuck ist wirklich 70 millionen Euro wert?"
"Ja, das stimmt", sagt der junge Mann. "Ihr könnt auf der Insel Schmuck kaufen, der auch so aussieht. Aber das hier ist das Original!"
"Und wie lange kann man das Original noch hier im Museum sehen?", will Nora wissen. "Unsere Eltern finden das sicher auch interessant."
"Nur noch bis morgen. Dann sind wir mit dem Filmen fertig."
"Danke, dass Sie uns den Schmuckgezeigt haben. Tschüs!"
"Viel Spass noch auf Hiddensee. Und denkt daran: Beim Spazierengehen am Strans müsst ihr gut aufpassen..., manchmal findet man sogar Gold...", sagt der junge Mann freundlich.
Als sie wieder auf der Strasse sind, sehen sie einen Mann mit Motorradkleidung und Helm.
"Annika, da vorne ist der Typ, der auch mit der Fähre gefahren ist", sagt Nora und zeigt auf den Mann.
"Der gehört bestimmt auch zum Filmteam", maint Annika.
Sie gehen zurück zur Pension, weil sie ihre Eltern über den Goldschmuck informieren wollen
8 Zu viel Eis
In den nächsten Tagen ist das Wetter schlecht. Es ist immer noch sehr kalt. Der Wind ist sehr stark. Seit zwei Tagen schneit es auch. Die Mäadchen können nicht nach draussen gehen. Das Wetter ist zu schlecht. Oliver fährt nach dem Frühstück zum Hafen, aber heute kommt er schnell wieder zurück.
"Oliver, du bist ja schon wieder hier. Was ist los?", will Frau Petersen wissen.
"Tante Hanna, die Fähre kann nicht mehr fahren. Es gibt zu viele Eisschollen."
Die Tante ist sehr überrascht und informiert die Touristen: "Es tut mir sehr leid, aber Sie können die Insel im Moment nicht mehr verlassen. Ich hoffe, dass es Ihnen in meiner Pension gefällt. Das Wetter ist so schlecht, dass kein Schiff mehr fahren kann", erklärt sie den Gästen.
"Und was heisst das jetzt für uns?", will Frau Sonntag wissen.
"Das heisst, dass wir jetzt kein frisches Brot mehr bekommen. Es gibt auch keinen frischen Fisch mehr", erklärt Frau Petersen.
"Können wir denn im Restaurant essen? Gibt es da noch Fisch?", fragt Herr Sonntag.
"Die Restaurants sind noch geöffnet, aber frischen Fisch gibt es da auch nicht mehr."
Normalerweise gibt es in der Pension nur Frühstück, aber jetzt ist die Situation anders.
"Sie können jetzt auch hier in der Pension essen", sagt Frau Petersen.
Sie kocht für ihre Gäste Spezialitäten wie Fischsuppe, Eintopf, Gemüsesuppe ... Zum Glück hat sie auch viele Vorräte, zum Beispiel Sanddornmarmelade und Obstsaft aus der Region...
"Hoffentlich wird das Wetter bald besser!", sagt Frau Sonntag.
"Ach, Mama, es ist doch ganz schön hier!", meint Annika.
"Das sagst du ja nur, weil du am Montag nicht in die Schule gehen musst!", sagt Nora.
Aber Nora findet die Situation nicht so schlecht. Oliver ist ja auch auf der Insel...
9 der Schmuck ist weg
Oliver hat immer gute Ideen. Er fragt die Mädchen, ob sie reiten wollen.
"Wir können heute Abend zum Strand und vielleicht ein Stück über das Eis reiten!", sagt er.
"Ist das nicht gefährlich?", will Nora wissen.
"Normalerweise ist es sehr gefährlich, aber im Moment ist das Eis 20 bis 25 cm dick. Da kann man auch zu Fuss auf das Eis gehen oder sogar mit den Pferden über das Eis reiten", erklärt er.
Die Mädchen finden die Idee super.
Am Abend reiten sie los. Es ist sehr kalt. Auf der Strasse zum Strand sehen sie einen Polizisten.
"Moin Oliver, warte mal! Wenn du einen fremden Mann mit einem Motorradhelm siehst, ruf mich sofort an!", sagt der Polizist.
"Warum denn? Was ist denn passiert?", fragt Oliver.
"Wir haben doch den Hiddenseer Original Goldschmuck für die Filmdokumentation auf der Insel. Stell dir vor, ein Mann war heute Abend im Museum und hat den Goldschmuck gestohlen! Wir haben es auf dem Film der Überwachungskamera gesehen. Er hat einen gelben Rucksack. Die Polizei aus Stralsund kann nicht auf die Insel kommen, es gibt zu viel Eis auf der Ostsee. Die Fähren fahren nicht. Ein Hubschrauber kann auch nicht kommen, weil der Wind zu stark ist."
"Trägt der Mann einen roten Motorradhelm?", fragtAnnika. "Ja, stimmt. Warumfragst du?", will der Polizist wissen.
"Wir haben auf der Fähre einen Mann mit Motorradhelm gesehen. Der Mann war auch vor dem Heimatmuseum!", erklärt Annika schnell.
"Wir haben gedacht, er gehört zum Filmteam", sagt Nora.
"Nein, er gehört ganz sicher nicht zum Filmteam", sagt der Polizist.
"Die Fähren fahren nicht. Dann kann der Kriminelle nicht von der ınsel wegfahren, oder?", fragt Nora.
"Nein, er muss auch hier auf der Insel bleiben, aber vielleicht versucht er ja, über das Eis zu gehen", erklärt der Polizist. "Wenn ihr ihn seht, ruft mich sofort an!"
Oliver sagt dem Polizisten, dass sie ihn sofort informieren, wenn si den Mann auf der Insel sehen.
10 Der Motorradfahrer
Annika, Nora und Oliver reiten weiter. Als sie am Strand sind, ist alles weiss. Die Natur ist wunderschön. Alles ist still. Plötzlich hören sie etwas: ein Motorrad. Ein Mann fährt auf dem Motorrad sehr schnell an ihnen vorbei.
"He, nicht so schnell! Die Pferde bekommen Angst!", ruft Oliver. Aber der Mann reagiert nicht. Er fährt sehr schnell über den Strand. Dann sieht Nora den roten Motorradhelm.
"Mensch, Oliver! Das ist der Dieb! Der war auch der Fähre und beim Heimatmuseum!", sagt Nora laut.
Oliver nimmt sein Handy und informiert sofort die Polizei.
"Kommt, wir müssen schnell hinter dem Dieb her reiten! Er hat den Original Goldschmuck von Hiddensee in seinem Rucksack!", sagt Annika.
Alle reiten schnell los. Die Pferde haben Hufeisen mit Stollen. Sie können auch auf Eis sehr schnell laufen. Sie sehen den Motorradfahrer auf dem Eis. Er dreht sich um und sieht Oliver, Annika und Nora auf den Pferden. Er fährt noch schneller, aber das ist keine gute Idee. Das Eis ist sehr glatt. Der Mann dreht sich noch einmal um. Das Motorrad rutscht auf dem Eis und fällt um. Der Mann will aufstehen und weglaufen, aber er fällt immer wieder hin und Oliver ist sofort da.
"Halt, stehen bleiben! Die Polizei kommt gleich!", sagt Oliver zu dem Mann. Und richtig - der Polizist kommt schon. Er reitet auch auf einem Pferd. Alles geht ganz schnell
"Danke, Oliver! Das habt ihr super gemacht!", sagt er und fragt den Mann: "Was ist in dem Rucksack?"
Der Mann sagt "Etwas zu essen."
"Das sehe ich mir mal an", sagt der Polizist. Er öffnet den Rucksack und findet sofort den Goldschmuck. Dann nimmt er den Kriminellen fest.
"Woher hat der Dieb ein Motorrad? Auf der Fähre war er ohne Motorrad", sagt Nora.
"In Vitte hat jemand ein Motorrad gestohlen."
"Ich denke, man darf auf der Insel nicht Motorrad fahren?"
"Das stimmt, aber es gibt viele Leute, die im Sommer auf dem Festland Motorrad fahren. Sie bringen ihr Motorrad im Winter mit der Fähre auf die Insel und parken es in der Garage", erklärt der Polizist.
"Ach so", sagt nora.
"der Dieb will schnell wegfahren, bevor jemand sieht, dass der Goldschmuck weg ist. Als er sieht, dass er nicht mit dem Schiff fahren kann, wird er nervös. er denkt, dass er mit dem Motorrad über das Eis fahren kann", erklärt der Polizist.
"Aber da hat er nicht an die Detektive Annika, Nora und Oliver gedacht!", sagt oliver und lacht.
11 Eine Überraschung
Am nächsten Tag gibt es Informationen im Fernsehen: Touristen aus Dresden haben zusammen mit einem jungen aus Bielefeld den Schmuckdieb von Hiddensee gesehen und die Polizei informiert. der Original-Goldschmuck aus Hiddensee ist 70 Millionen Euro wert. Der Polizist berichtet dem Reporter, wie gut Oliver, Annika und Nora zusammengearbeitet haben. Es gibt auch noch eine Überraschung: Der Direktor des Museums in Stralsund schenkt Oliver, Annika und Nora eine Woche Sommerurlaub auf Hiddensee, weil sie so gut auf den Schmuck aufgepasst haben.
"Hiddensee im Sommer ist super!"
"Was kann man denn im Sommer auf der Insel machen?", will Annika wissen.
"Na, Wassersport: surfen, segeln, schwimmen, fischen ... reiten ...", sagt Oliver.
"Bist du dann auch hier?", fragt Nora.
"Na klar."
"Und was machst du bis zum Sommer?", will Nora wissen. "Bleibst du hier auf der Insel?"
"Nein, ich studiere doch in Greifswald. Nächste Woche beginnen meine Kurse an der Universität..."
"Ach so", sagt Annika.
"... und wenn ich da Zeit habe und eine Pizza essen möchte, dann rufe ich ein Mädchen an...", sagt Oliver und lacht.
"Oh nein, er hat in Greifswald eine Freundin", denkt Nora.
"... und wenn du auch Zeit hast, essen wir zusammen sine Pizza oder trinken einen Kakao...", sagt Oliver und lacht wieder.
Der Winter auf Hiddensee ist schön. Aber die Zeit in Greifswald bis zum nächsten Sommer wird auch interessant.
Und im Sommer treffen sie sich alle wieder auf Hiddensee. Das wird ein schönes Jahr...
QUIZ
a)Mecklenburg-Vorpommern liegt in Polen.
b)Mecklenburg-Vorpommern ist in Berlin.
c)Mecklenburg-Vorpommern ist in Norddeutschland.
a)Hiddensee heisst eine Spezialität aus Berlin
b)Die Ostsee heisst Hiddensee.
c)Hiddensee ist eine Insel in der Ostsee.
a)In Hiddensee isst man Pferdefleisch.
b)In Hiddensee gibt es frischen Fisch.
c)In Hiddensee isst man Eisschollen.
a)Die Wikinger wohnen auf Hiddensee.
b)Hiddensee gibt es viel Gold.
c)Der Hiddenseer Goldschmuck ist im Museum in Stralsund.
1 Endlich Ferien
2 Post aus München
3 Ankunft in Hamburg
4 Fahrt nach Sankt Peter-Ording
5 Am Strand
6 Erste Probleme
7 Am nächsten Tag
8 Die Strandparty
9 Christina in Gefahr
10 Gute Freunde
1 Endlich Ferien
Die Schüler des Städtischen Gymnasiums in Sankt Peter-Ording
haben endlich Sommerferien und freuen sich.
Toni, Markus, Kevin und Florian sind sehr gute Freunde. Toni ist
fünfzehn und kommt aus Köln. Er wohnt aber schon lange in
Sankt Peter-Ording. Das liegt an der Nordsee. Der Strand ist hier
sehr breit. Bei Ebbe, wenn das Wasser zurückgeht, kann man auf
dem Strand segeln.
Auch Toni will in den Ferien oft segeln und surfen – zusammen
mit seinen Freunden.
Die vier fahren mit ihren Fahrrädern an zwei Mädchen vorbei.
„Sechs Wochen nur shoppen! Kommst du mit?“, fragt Steffi ihre
beste Freundin.
„Das ist ja typisch! Oder kennt ihr ein Mädchen, das nicht gerne
einkaufen geht?“, fragt Markus seine Freunde.
„Ja, meine Schwester“, antwortet Florian.
„Na ja, die ist ja auch erst zehn!“, meint Kevin.
Aber die Jungen wollen nicht länger über Mädchen sprechen.
Es ist warm, die Sonne scheint und die Surfbretter warten schon!
2 Post aus München
Toni stellt sein Fahrrad in die Garage und geht ins Haus.
„Hallo Toni, na, wie war der letzte Schultag?“, fragt seine Mutter.
„Wie immer“, antwortet er.
„Hör mal, Toni. Meine Schwester aus München hat angerufen.
Deine Tante muss ins Krankenhaus. Also kommt deine Cousine
Christina morgen zu uns.“
„Muss das sein?“, fragt Toni genervt.
„Ja! Aber sie ist sicher sehr nett. Und sie ist auch 15 Jahre alt – wie du“, meint seine Mutter.
„Ja und? Ich will jetzt gleich zum Strand“, sagt Toni.
„Aber Toni, zuerst musst du dein Zimmer aufräumen!“
„Warum das denn? Meine Freunde warten am Strand auf mich.“
„Die Socken liegen auf dem Schreibtisch, die Bücher liegen unter dem Bett … Findest du das schön?“, fragt seine Mutter.
Für Toni ist das ganz normal.
"Bist du fertig? Es gibt Rote Grütze mit Vanillesosse!", ruft seine Mutter aus der Küche.
"Hm, lecker!"
"Bleibst du bis heute Abend am Strand?", frat seine Mutter.
"Ja, klar!"
"Hier sind ein paar Brötchen mit Nordseekrabben für dich und deine Freunde."
"Danke!", sagt Toni.
"Aber komm nich so spät! Wir müssen morgen früh aufstehen und deine Cousine Christina am Flughafen in Hamburg abholen."
3 Ankunft in Hamburg
"Toni, aufstehen... Toni!"
"Aber ich habe doch Ferien...", denkt er.
"Toni, los, steh auf! Deine Cousine kommt! Und ich muss in den Ferien so früh aufstehen!"
Eine halbe Stunde später sitzt er neben seiner Mutter im Auto und sagt kein Wort. Dann fragt er seine Mutter: "Wie sieht meine Cousine aus?"
"Sie ist blond und... O je, sieh mal... da vorne sind so viele Autos auf der Autobahn! Hoffentlich kommen wir nicht zu spät."
Die beiden kommen endlich am Flughafen an und sehen ein blondes Mädchen.
"Ist das meine Cousine? Sie sieht aus wie ein Model und ist bestimmt richtig blöd!", denkt Toni.
"Hallo! Ich warte schon seit einer Stunde auf euch", sagt Christina.
"Ganz schön unfreundlich!", denkt er.
"Herzlich willkommen, Christina! Entschuldige, aber auf der Autobahn war so viel los", antwortet Tonis Mutter schnell. "Wie war der Flug? Wie geht es deiner Mutter?"
"Der Flug war o.k., aber meiner Mutter geht es nicht gut. Sie wird operiert. Nach der Operation können die Ärzte mehr sagen!", antwortet Christina ganz leise.
"Wir rufen im Krankenhaus an und fragen, wie es ihr geht, ja? Und das ist Toni, dein Cousin."
"Hallo, Toni!"
"Moin, moin", sagt Toni nicht sehr freundlich.
"Toni, nimmst du bitte Christinas Koffer?"
"Natürlich, Mama."
"Mensch, ist der schwer! Klar! Ein Model braucht ja für jeden Tag ein neues Outfit", denkt Toni.
4 Fahrt nach Sankt Peter-Ording
Im Auto darf Christina vorne sitzen. Sie soll ja sehen, wie schön es Norddeutschland ist Tonis Mutter macht noch eine kleine Extratour durch Hamburg.
"Siehst du die Schiffe, Christina? Da vorne ist der Hafen..."
Auf dem Weg nach Hause fahren sie am Meer entlang. Das Wetter ist sehr gut. Die Sonne scheint, und es ist warm.
"Sie mal Christina, das ist das Wattenmeer", sagt Tonis Mutter.
"Meer? Und wo ist das Wasser... die Nordsee ... und der Strand? Hier kann man ja gar nicht surfen!", sagt Christina.
"Meine Cousine weiss nichts", denkt Toni.
Seine Mutter lacht: "Sieh mal, Christina, die Nordsee ist ein Meer. Und es gibt Ebbe und Flut. Das Wasser kommt, das ist die Flut. Das Wasser kommt, das ist die Flut. Das Wasser geht zurück, dann heisst es Ebbe."
"Hm, das habe ich schon gehört. Aber ohne Wasser sieht das nicht schön aus."
"Ja, das stimmt. Aber das Wattenmeer ist sehr interessant. Du darfst aber nicht alleine gehen, das ist gefährlich! Du musst hier immer auf die Fahnen achten. Grün heisst, 'Alles o.k.', Gelb 'Vorsicht' und Rot heisst, Stopp."
"Gibt es hier auch Inseln?", will Christina wissen.
"Sie hat wirklich keine Ahnung...!", denkt Toni.
"Ja, klar. Wir sind doch an der Nordsee!", antwortet seine Mutter.
"Kann man mit einem Schiff zu den Inseln fahren? Das macht sicher Spass!"
"Da gibt es aber oft viele Wellen. Vielleicht wird es dir dann schlecht!" Toni hat keine Lust auf eine Schifffahrt mit seiner Cousine.
"Christina, hast du schon einmal 'Heuler' gesehen?", fragt Tonis Mutter.
"Heuler? Was ist das? Ein Kind, das laut weint?"
"Nein, so heissen die kleinen Seehunde, die Seehundbabys. Wir können eşne Schiffstour machen. Dann kannst du Heuler sehen. Sie liegen auf Sandbänken"
"Ja, super!"
Toni sagt nichts. Er möchte in den Ferien nur mit seinen Freunden zusammen sein, surfen, Partys feiern...
"Sieh mal Christina, da ist ein Leuchtturm", sagt Tonis Mutter.
"Toll, so einen kenne ich nur von Fotos. Und die Häuser sind auch sehr schön. So möchte ich auch wohnen."
Toni hört nicht zu. Er sieht seine Cousine an.
"Sie sieht ja ganz gut aus... vielleicht ist sie doch ganz nett", denkt er.
Aber jetzt will Toni nur an den Strand. Seine Freunde sind schon seit ein paar Stunden dort und surfen.
5 Am Strand
Sie kommen zu Hause in Sankt Peter-Ording an. "Christina, das ist dein Zimmer", sagt Tonis Mutter.
"Toni, bring bitte den Koffer. Danach kannst du mit Christina ins Stadtzentrum gehen. Ihr könnt Eis essen oder..."
"Aber Mama, meine Freunde sind schon lange am Strand und warten auf mich!"
"Dann nimm Christina doch mit!"
"Sie will sicher lieber shoppen..."
"Nein, ich gehe gern mit zum Strand", sagt Christina schnell.
"Das ist langweilig für dich, ich surfe nämlich..."
"Das ist ja super! Hast du auch ein Surfbrett für mich?", will Christina wissen.
In der Garage ist noch ein Surfbrett. Aber Toni sagt: "Nein."
"Christina ist hier und ich muss mein Zimmer aufräumen, früh aufstehen... und jetzt will sie auch noch surfen! Ein Model und surfen?", denkt er.
6 Erste Probleme
Toni und Christina kommen zum Strandcafe. Viele Schüler aus Tonis Klasse sind schon da. Seine Freunde sind auch da.
"Moin, moin. Toni! Du kommst aber spät!", ruft Markus.
"Du hast nicht gesagt, dass du eine neue Freundin hast", meint Florian.
"Oh je, dann kannst du jetzt sicher nicht mehr surfen", sagt Kevin und lacht.
"Ja ja, morgens einkaufen, mittags shoppen...", sagt Markus. Alle lachen und Toni ärgert sich.
"Sind die immer so?", fragt Christina leise.
"Nein, aber ich bin immer der Erste am Strand, nur heute nicht", erklärt Toni.
"Weil ich hier bin?", will Christina wissen.
"Ja, klar!"
"Das tut mir leid", sagt Christina.
"Ja ja, schon gut." Toni möchte jetzt endlich surfen. Er nimmt sein Surfbett und geht zum Wasser.
"Vorsicht! Der Wind ist heute sehr stark!", hört er noch.
Toni denkt an seine Cousine. Plötzlich kann er nicht mehr auf seinem Surfbett stehen. Der Wind ist zu stark. Er fällt ins Wasser.
"Hoffentlich sieht das keiner!", denkt er.
Toni kommt müde zum Strand zurück. Aber keiner fragt: "Alles klar?" oder "ist der Wind zu stark?"
Seine Freunde stehen alle bei Christina und lachen. Markus will am nächsten Abend seinen Geburtstag feiern.
"Komm Christina, wir gehen." Es ist kalt und Toni möchte schnell nach Hause.
"Ja, o.k. ... also tschüss bis morgen!", sagt Christina zu Tonis Freunden.
"Sie findet aber schnell neue Freunde", denkt Toni.
"Du hast doch gesagt, du surfst jeden Tag. Und dann fällst du ins Wasser und kommst zu Fuss zurück zum Strand? War der Wind stärker als du?" Christina lacht.
"Kannst du besser surfen? Das möchte ich morgen sehen!", sagt er schnell
7 Am nächsten Tag
Christina will nach dem Frühstück im Zentrum etwas einkaufen. Toni hat keine Lust.
"In der Garage steht ein Fahrrad, das kannst du nehmen", meint er.
Christina kommt in die Küche zurück. "Du hast ja noch ein Surfbrett! Warum hast du das gestern nicht gesagt?"
"Was willst du denn noch? Weil du hier bist, muss ich in den Ferien früh aufstehen und mein Zimmer aufräumen. Meine Freunde lachen über mich und jetzt willst du auch noch surfen!", sagt Toni und läuft aus dem Haus.
Jetzt hat Christina auch keine Lust mehr zum Einkaufen. Sie sitzt in der Küche und weint. Aber nicht wegen Toni. Sie denkt an ihre Mutter.
"Hoffentlich ist es nicht so schlimm! Hoffentlich wird sie wieder gesund!"
Tonis Mutter kommt in die Küche.
"Christina, ich muss heute Abend arbeiten. Du weisst ja, ich bin Krankenschwester. Und heute habe ich Nachtdienst."
"Wie lange arbeitest du heute?", fragt Christina.
"Ich fange um neun Uhr an und bin bis sechs Uhr morgen früh im Krankenhaus."
"Ach, dann sehen wir uns heute nicht mehr", meint Christia traurig.
"Nein, aber du gehst ja auch gleich zu eurer Strandparty. Wo ist Toni?"
"Ich weiss nicht", antwortet Christina. "Aber den Strand finde ich auch alleine."
"Also dann viel Spass bei deiner eersten Strandparty in Sankt Peter-Ording!"
8 Die Strandparty
Christina kommt zum Strand. Toni ist schon da und sitzt mit seinen Freunden neben den Strandkörben im Sand. Der Wind ist heute sehr stark.
Die Rettungsschwimmer packen gerade die gelbe Fahne ein. "Geht heute nicht ins Wasser, es ist gefährlich. Die Flut kommt bald, die Wellen sind sehr hoch."
"Ja, klar. Alle aus Sankt Peter-Ording wissen, wie gefährlich der Wind ist und keiner surft dann", sagt Markus.
Alle sind sehr lustig und lachen. Nur Christina ist ganz still. Sie denkt an ihre Mutter.
"Sag mal, Christina, kannst du auch surfen?", fragt Florian.
Toni lacht. "Sie kommt doch aus München. Aber sie denkt, sie kann besser surfen als ich! Ha, ha ..."
Christina steht auf. Sie nimmt ein Surfbrett. "Na los Toni! Komm doch mit!", ruft sie und läuft schnell zum Wasser.
"Christina, komm zurück! Es ist zu gefährlich!", schreit Markus laut.
"Die Wellen sind sehr hoch!", ruft Florian.
Aber Christina hört sie nicht. Sie stellt sich auf das Brett und surft los. Der Wind ist sehr stark. Bald sehen die Freunde nur noch einen kleinen Punkt.
"Mensch, Toni. Wir müssen ihr helfen!", sagt Kevin.
"Ach, Quatsch", antwortet Toni. "Sie kommt sicher gleich zurück."
"Toni, du Idiot! Der Wind ist zu stark ... so kann sie nicht zum Strand zurücksurfen!", schreit Markus.
Toni sagt nichts.
"Toni, Christina kommt aus München. Sie weiss nicht, wie gefährlich der Wind hier ist!", sagt Markus.
"Wir müssen ihr helfen!", ruft Kevin.
"Wir müssen die Küstenwache informieren", meint Florian.
"Warum nicht auch noch die Feuerwehr, die Polizei und ...?", fragt Toni.
"Mensch, Christina ist in Lebensgefahr!", schreit MArkus und nimmt sein Handy.
9 Christina in Gefahr
Zehn Minuten später kommt ein Jeep. Die Männer von der Küstenwache bringen ein Boot mit.
"Was ist denn los?", fragen die Männer.
"Ein Mädchen surft da draussen!" Markus zeigt in Richtung Meer.
"Ist das Mädchen verrückt? Bei dem Wetter ist surfen lebensgefährlich!", sagt einer der Männer laut.
"Sie weiss das nicht. Sie kommt aus München", erklärt Markus.
"Hoffentlich finden wir sie schnell...!"
Die Männer sind nervös. Jetzt bekommt auch Toni plötzlich Angst.
"Kannst du ihre Eltern informieren?", fragt einer der Männer.
"Das geht nicht", sagt Toni. "Ihr Vater arbeitet in Kanada und ihre Mutter ist in München im Krankenhaus."
"Und wo wohnt das Mädchen im Moment?"
"Bei meiner Familie", antwortet Toni.
"Hoffentlich finden wir das Mädchen schnell."
Die Männer von der Küstenwache fahren mit ihrem Boot los.
"Was, deine neue Freundin wohnt schon bei dir?", fragt Markus.
"Sie ist nicht meine neue Freundin. Sie ist meine Cousine. Sie wohnt bei uns, bis ihre Mutter aus dem Krankenhaus kommt."
"Toni, warum magst du Christina denn nicht? Warum bist du so unfreundlich zu ihr?", fragt Kevin.
"Ach, in den Ferien will ich nur mit euch surfen und nicht mit meiner Cousine einkaufen gehen oder ..."
"Aber sie ist sehr nett. Und sie hat grosse Angst um ihre Mutter" sagt Markus.
"Hoffentlich findet die Küstenwache sie ...!", sagt Florian leise.
Toni sagt nichts mehr. Er fühlt sich jetzt sehr schlecht.
Alle stehen am Strand und sehen auf das Meer hinaus. Es ist schon fast dunkel. Sie sehen kein Surfbett... nur viele Wellen.
Alle sind sehr leise. Keiner möchte mehr eine PArty feiern. Alle denken an Christina. Toni hat grosse Angst.
Plötzlich hören sie ein Auto. Ein Jeep von der Küsten wache kommt.
"Wir haben eine Nachricht. Ein Fischer hat eine Surferin gefunden", sagt einer der Männer.
"Ist sie...?", fragt Toni.
"Sie lebt, aber sie muss sofort ins Krankenhaus. Das Wasser ist im Moment viel zu kalt. Das ist sehr gefährlich", antwortet der Mann.
"Ein Glück! Sie lebt!", ruft Toni.
"Wir müssen eine Party feiern", meint MArkus.
"Und Toni organisiert die Party und entschuldigt sich bei Christina", sagt Kevin.
"Gute Idee!", meint Florian.
"Aber die Party ist am Strand und nicht im Wasser!", ruft Toni.
10 Gute Freunde
Toni geht ins Krankenhaus und sucht seine Mutter.
"Hallo Mama...!"
"Toni, es ist alles o.k. Christina geht es gut. Aber warum surft ihr am Abend? Der Wind ist heute so stark. Du weisst doch, wie gefährlich das ist!"
"Christina ist allein gesurft", antwortet Toni leise.
"Aber warum denn?"
"Hm... ich habe gesagt: 'Kannst du besser surfen als ich? Das möchte ich sehen.'"
"Jetzt geh schnell zu Christina und entschuldige dich!", sagt die Mutter.
"Mama, kommst du mit zu Christina?", fragt er leise.
"Nein, du gehst alleine zu ihr."
Toni steht vor Christinas Bett.
"Moin, Christina."
"Moin? Es ist doch Abend."
"'Moin' heisst hier 'Guten Morgen' oder 'Hallo' oder 'Guten Abend'. Bei uns in Norddeutschland sagen wir immer 'Moin'", erklärt Toni.
"Ach so..."
"Du... Christina, bitte entschuldige. Ich war nicht nett zu dir..."
"Ist schon o.k."
Tonis Mutter kommt ins Zimmer.
"Wie geht es dir, Christina?"
"Es geht mir ganz gut. Aber wie geht es Mama?", fragt Christina leise.
"Der Chefarzt hat deine Mutter operiert. Es geht ihr gut, Christina. Sie kommt bald nach Sankt Peter-Ording..."
"Super, wann denn?", fragt Christina.
"In einer Woche. Und du bleibst so lange bei uns. Toni, und du gehst...?"
"Ich gehe mit Christina shoppen oder Eis essen..."
"...oder surfen", sagt Christina.
Am nächsten Tag holt Toni Christina aus dem Krankenhaus ab. Sie fahren Rad, treffen die Freunde am Strand, essen Eis...
Am Wochenende gibt es eine grosse Strandparty - nur für Christina.
Toni und Christina surfen auch oft zusammen. Einmal ist Toni schneller, und einmal Christina.
"Ich bin bald wieder in München", sagt Christina.
"Kommst du in den nächsten Ferien wieder? Dann surfen wir jeden Tag", sagt Toni.
"Und dann sehen wir: Surfst du besser oder ich?" Christina lacht.
Quiz
Nur eine Antwort ist richtig!
1-
a-Schleswig-Holstein liegt in Süddeutschland.
b-Schleswig-Holstein liegt in Norddeutschland.
c-Schleswig-Holstein liegt in Dänemark.
2-
a-Sankt Peter-Ording liegt an der Nordsee.
b-Sankt Peter-Ording ist die Hauptstadt von Schleswig-Holstein.
c-In Sankt Peter-Ording gibt es einen grossen internationalen Flughafen.
3-
a-"Rote Grütze" heisst der Strand.
b-"Rote Grütze" heisst die rote Flagge.
c-"Rote Grütze" ist ein Nachtisch, ein Dessert.
4-
a-"Moin" heisst "Mein".
b-"Moin" heisst "Hallo"
c-"Moin" heisst Tonis Cousine.
Feuer, Feuer, ohhh! Feuer, Feuer, ohhh! Feuer, Feuer, ohhh! Feuer, Feuer, ohhh! Romanze der Nächte und Glut Leben und Tod Sonne, Mond, kalt und heiß Schwarz und rot, Körper und Geist Liebe und Hass Erweckt neues Leben für meine Kräfte
Ganz tief unten, wo es kein Licht mehr gibt Gelüste der Mutanten bilden eine Einheit Dämonen, am Himmel ist kein Platz für uns! Am Himmel ist kein Platz für uns!
Vom Himmel fiel ein Morgenstern Ein neuer Gott für unsere Nächte Incubus Succubus Incubus Succubus teuflisches Spiel
Ganz tief unten, wo es kein Licht mehr gibt Hexensabbat regiert die Nacht Hexensabbat regiert die Nacht Hexensabbat regiert die ewige Nacht Die ewige Nacht Die ewige Nacht
Max geht nicht mit Fremden mit
Christian Tielmann
Sabine Kraushaar
Max will unbedingt mit seiner Mutter in die Stadt zum Einkaufen. Denn in der Stadt bekommt er meistens einen schönen Kakao mit allem Drum und Dran. Aber seine Mutter trödelt mal wieder in den Läden. Max jammert: "Mir ist langweilig. Und meine Füsse tun weh. Und ich hab keine Lust mehr! Ich brauche jetzt sofort einen Kakao!"
Mama seufzt. "Willst du auf dem Spielplatz auf mich warten? Nico ist ja auch da. Dann hole ich den Rest schnell allein."
"Okay!", ruft Max und rennt schon los. Denn als er Nico in der Sandkiste entdeckt hat, tun seine Füsse plötzlich nicht mehr weh.
Nico baut mit einem anderen Jungen eine Sandburg. Der Junge heisst Emil und ist echt nett, findet Max. "Du kannst uns helfen!", sagt Emil.
"Wir bauen die beste Sandburg der Welt!", sagt Nico.
"Gegen diese Burg kommt noch nicht mal das Matschmonster an!", sagt Emil.
Max hat zwar überhaupt keine Ahnung, wer oder was das Matschmonster ist, aber die Burg sieht bald wirklich so aus, als könnte ihr nicht mal ein Matschmonster etwas anhaben.
"Igitt! war das etwa ein Vogel?", fragt Emil, als etwas auf eine Zinne der Burg platscht.
"He, Max, hör auf zu spucken!", ruft Nico.
Aber Max hat nicht gespuckt. Und die Burg hat auch nichts von einem Vogel abgekriegt.
"Das sind doch nur ein paar regentropfen", sagt Max.
"Die tun der besten Sandburg der Welt doch nichts!"
Dummerweise sind es nicht nur ein paar Regentropfen. Sondern ganz schön viele: Es fängt an zu schütten.
"Nico!", ruft Nicos Vater und winkt. "Komm schnell! Wir gehen nach Hause!"
Auch Emil wird von seiner Mutter abgeholt. Nur von Max' Mutter fehlt noch jede Spur.
"Hallo, du bist doch Max, oder?", fragt ein Mann, den Max schon mal gesehn hat. Der wohnt nämlich in derselben Strasse wie Max.
"Soll ich dich nach Hause bringen?"
Max überlegt. Den Mann kennt er gar nicht. er weiss nur, in welchem Haus er wohnt. Und die Mama von Max hat gesagt, dass Max niemals mit einem Fremden mitgehen soll.
"Komm, du wirst ja sonst nass und holst die einen Schnupfen mit Fieber und allem Drum und Dran!", sagt der Mann.
Aber Max' Mama hat gesagt, dass er niemals mit einem Fremden mitgehen soll. Ganz egal, was der erzählt. Und Max kennt den Mann us seiner Strasse nicht richtig. Also ist der Mann für Max ein Fremder.
Wer weiss, was das für einer ist? Vielleicht ist der Mann ja so eine Art Matchmonster? Oder eine verwandelte Hexe?
Oder ein Kinderklauer?
Max schüttelt den Kopf. "Nein, danke. Ich warte lieber auf meine Mutter."
"Aber du wirst ja pitschnass!", sagt der Mann.
"Ach, die paar Tropfen, die machen mir nichts aus. Ich bin ja nicht aus Sand", sagt Max und bleibt einfach am Sandkasten stehen.
"Wie du willst, Max", sagt der Mann und geht zu seinem Auto.
Auweia, denkt Max, als er immer stärker regnet. Seine Füsse sind eiskalt und er ist nass bis auf die Unterhose. Aber seine Mutter ist immer noch nicht da.
Zum Glück merkt es wenigstens keiner, wenn Max jetzt weinen muss. Denn erstens ist auf dem Spielplatz kein Mensch mehr und zweitens ist Max' Gesicht ja sowieso nass vom Regen.
Hat er alles falsch gemacht? Hätte er vielleicht doch mit dem Mann mitgehen sollen?
"Jetzt kriege ich einen Schnupfen mit Fieber und allem Drum und Dran", murmelt Max vor sich hin. "Und Mama schimpft bestimmt mit mir!"
Endlich kommt seine Mutter angerannt. Sie ist mindestens so nass wie Max.
"Bitte schimpf nicht mit mir!", sagt mama. "Ich musste ewig an der Kasse warten! Tut mir wirklich leid, Max."
Max ist froh, dass seine Mutter endlich gekommen ist.
Seine Schuhe machen bei jedem Schritt "schwipp-schwapp-matsch", als sie zur Bushaltestelle gehen.
"Hätte ich mit dem Mann aus unserer Strasse mitgehen sollen?", fragt Max.
"Nein, das hast du genau richtig gemacht", sagt Mama. "Wenn du dir nicht sicher bist, ob du jemanden kennst, sollst du nicht mit ihm mitgehen! Ganz egal, was er dir erzählt, und egal, wie nett er ist."
"Auch wenn ich jetzt einen dicken, fetten Schnupfen mit Fieber und allem Drum und Dran kriege?", fragt Max.
"Auch dann", sagt mama. "So schlimm ist ein bisschen Schnupfen nicht. Ausserdem trinken wir zu hause gegen den dicken, fetten Schnupfen erst mal..."
"...einen dicken, fetten Kakao mit Sahne und allem Drum und Dran!"
Max lernt schwimmen
Christian Tielmann
Sabine Kraushaar
Max' allerbeste Freundin Pauline hat das Seepferdchen gemacht. Ganz allein und ohne Max. Das findet Max ein bisschen unfair. Denn er kann auch schon schwimmen - jedenfalls fast.
"Du wirst das Seepferdchen niemals schaffen", sagt Felix, der grosse Bruder von Max. "Du bist nämlich keine Wasserratte, sondern nur eine Landratte. "Felix hat sogar schon das Schwimmabzeichen in Bronze auf seiner Badehose. "Ich lerne schneller schwimmen, als du denkst!", ruft Max wütend.
Zum Glück hat Max' Mama gerade Urlaub. "Wir gehen einfach jeden Tag ins Schwimmbad und üben schwimmen", hat sie Max vorgeschlagen. Das Schwimmbad findet Max super. Schon am Eingang riecht es so schön nach Chlorwasser. Mama kauft an der Kasse eine Zehnerkarte. Die Frau gibt Mama ein Armband mit einem eingenauten Schlüsselchip. "Willst du auch schon einen eigenen Schrank?", fragt sie Max. "Na klar!", sagt Max und bekommt auch so ein schlüsselarmband.
"Muss ich mich bei den Jungs umziehen?", fragt Max vor den Umkleidekabinen.
In die Jungsumkleide traut er sich eigentlich ur, wenn er zusammen mit Felix oder Papa ins Schwimmbad geht.
"Quatsch, wir beide sind doch eine Familie", sagt Mama und schiebt Max in eine grosse Kabine für Familien.
Dort ziehen sie sich aus und schnappen sich ihre Badesachen. Max schlüpft in seine Badelatschen. Mama nimmt das Duschzeug und ihren knallroten Badeanzug aus der Tasche.
Dann hällt Mama das Armband mit dem Chip vor einen Schrank. Max stopft seine Kleider und Schuhe in den Schrank daneben.
"Ich geh schon mal ins Wasser!" sagt Max.
"Nichts da!, ruft seine Mutter. "Zuerst wird geduscht!" Nach dem Duschen pustet Mama die Schwimmflügel auf. Dann gehen sie endlich in die Schwimmhalle. Max springt direkt ins Nichtschwimmerbecken.
"Eigentlich kannst du schon fast schwimmen, Max", sagt seine Mutter. Sie zeigt ihm noch einmal, wie er die Beine und wie er die Arme bewegen soll. Das kann Max wirklich schon.
"Guck mal, wie mutig der Junge ist, Robin!", sagt ein Vater zu einem Jungen, der ängstlich am Beckenrand sitzt.
"Aber das ist viel zu viel Wasser!", schluchzt Robin.
"Ach was, komm rein!", ruft Max. "Hier kann sogar ich stehen! Und ich bin auch nur eine Landratte und keine Wasserratte!"
Da traut sich auch Robin ganz vorsichtig ins Wasser.
"Du musst nur noch richtig ein- und ausatmen üben", sagt Mama.
"Ich halte dich unter dem Bauch fest, damit du kein Wasser schluckst."
Max muss immer dann einatmen, wenn Mama "Luft rein!" sagt, und er soll immer dann ausatmen, wenn Mama "Luft raus!" sagt.
Schliesslich probiert es Max ohne Mamas Hand. Und er schafft eine kurze Strecke schon ganz allein!
"Hallo Jungs! Ich hab euch was mitgebracht!", sagt Papa, als er am Abend nach Hause kommt. Max und Felix packen zwei aufblasbare Schwimmtiere aus. Mama und Papa müssen beim Aufpusten helfen. Felix hat einen Dinosaurier bekommen und Max einen Hai.
"Schade, dass wir die nicht mit ins Schwimmbad nehmen dürfen", sagt Max.
"Doch! Das dürft ihr!", sagt Papa. "Am Samstag ist doch grosser Spassschwimmtag!"
Am Samstag gehen Max und Pauline mit Felix und den Eltern zum Spassschwimmtag.
"Das müsste eigentlich Spasstag heissen", sagt Max, als sie die Schwimmhalle betreten. Denn zum Schwimmen ist im Nichtschwimmerbecken kein Platz mehr. Aber zum Rumtoben mit dem neuen Hai reicht der Platz zum Glück auch so.
Max übt in der nächsten Woche jeden Tag mit Mama schwimmen. Und am Ende der Woche hat er den Trick mit dem Ein- und Ausatmen endlich raus!
Mama schwimmt neben ihm, als sie das erste Mal durch das tiefe Wasser schwimmen.
Max schaff eine ganze Bahn ohne Schwimmflügel und ohne Hilfe!
"Herzlichen Glückwunsch!", sagt der Schwimmmeister. "Ich hab dich schon die ganze Woche beobachtet. Du hast ja irre schnell schwimmen gelernt!"
"Krieg ich jetzt das Seepferdchen?", fragt Max.
Der Schwimmmeister schüttelt den Kopf. "Noch nicht ganz. Den schwierigsten Teil hast du aber schon geschafft: eine Bahn schwimmen. Aber traust du dich auch, vom Beckenrand ins Wasser zu springen?"
Das ist für Max keine Frage. Ins Becken zu springen, das ist doch das Grösste! Max klettert aus dem Wasser, springt rein, klettert wieder raus und springt wieder rein und klettert wieder raus und springt wieder rein, bis der Schwimmmeister ruft: "Danke, Max, das reicht!"
Jetzt muss Max noch nach einem Ring tauchen, den der Schwimmmeister ins Nichtschwimmerbecken wirft.
"Juhu, tauchen!", freut sich Max. er hält die Luft an und fischt den Ring aus dem Wasser.
"Gut gemacht, Max!", sagt der Schwimmmeister und überreicht Max das Seepferdchen-Abzeichen und eine Urkunde. "Kennst du denn auch die wichtigsten Baderegeln?"
"Na klar: Mit vollem Bauch darf man nicht ins Wasser!, sagt Max wie aus der Pistole geschossen. Denn das hat ihm mama schon hundertmal gesagt.
"Sehr gut!", sagt der Schwimmmeister. "Zwei Stunden vor dem Schwimmen soll man nichts mehr essen. Weisst du noch eine andere Regel?"
Max überlegt. "Vor dem Schwimmen muss man duschen." der Schwimmmeister nickt. "Richtig. Schliesslich ist das Schwimmbad nicht für dreckspatzen da, sondern für solche Wasserratten wie dich."
"Jetzt bin ich auch eine Wasserratte!", jubelt Max am Nachmittag.
"Das hat der Schwimmmeister gesagt." Nun muss es sogar Felix zugeben.
Ich hab einen Freund, der ist Kapitän
Susanne Schürmann
Ralf Butschkow
Mein Freund Bernd ist Kapitän. Er arbeitet im Hamburger Hafen auf seinem eigenen Schiff, einem Schlepper. Ein Schlepper hilft anderen, grösseren Schiff, einem Schlepper. Ein Schlepper hilft anderen, grösseren Schiffen beim Manövrieren im Hafen -beim Ein- und Ausparken würde man beim Auto sagen.
Bernd hat mir versprochen, mich einmal mitzunehmen. Heute ist es so weit! Die "Jenny" liegt am Kai und wartet auf mich. Bernd steht an der Reling und winkt.
Ich setze mich neben Bernd im Ruderhaus vor die Ruderanlage. Da ist ein grosses Steuerrad, fast wie im Auto. Der Matrose Willi startet den Diesel und der Motor brummt laut. Das Schiff schaukelt, als wir losfahren. Bernd erklärt mir die vielen Instrumente vor uns: das Flachwasser-Warngerät, die Radaranlage, Funkgeräte, Notstopp-Schalter...
Er riecht nach Öl und Wasser. Wir ziehen langsam an den Kränen der Hafenanlagen vorbei.
Hier liegt ein Containerschiff am Kai. Container sind grosse Behälter aus Stahl, in denen Waren transportiert werden. Ein riesiger Kran hebt einen Container nach dem anderen von einem Schiff herunter. Das Schiff kommt aus Neuseeland und hat in vielen Kühlcontainern der Container an Land wird von einem Computer gesteuert. Unser Schlepper sieht neben dem Ozeanriesen winzig aus.
So genannte Massengutfrachter transportieren lose Ladung: Getreide, Futtermittel oder Erze zum Beispiel. Mit einem Greifer wird hier Getreide entladen. Im Hafen gibt es auch grosse Saugrüssel, die die Körner im Schiffsbauch wie riesige Staubsauger aufsaugen. Das Getreide wird dann in grossen Vorratsbehältern den Silos, gelagert.
Bernd steuert den Schlepper jetzt zum Schwimmdock, wo gerade zwei grosse Frachter repariert werden. Ein schwimmdock ist ein Schwimmkörper, der geflutet wird, bis er unter Wasser liegt - wie eine schwimmende Badewanne. Das Schiff fährt hinein. Dann wird das Wasser aus dem Schwimmkörper hinausgepumpt, so dass Schiff und Schwimmdock auf dem Wasser schwimmen. So kommen die Werftarbeiter auch an die Teile des Schiffes gut heran, die normalerweise im und unter Wasser liegen. Auf Werfttanlagen wird rund um die Uhr gearbeitet - Tag und Nacht, auch am Wochenende. Darum ist im Hafen immer was los.
Wir schippern weiter bis zur Speicherstadt. Hier stehen viele alte Lagerhäuser, sieben Stockwerke hoch, mit bis zu drei Meter dicken Backsteinmauern! Dahinter lagern Kaffee, Tee, Kakao, Nüsse, Seide, Teppiche, Felle und vieles mehr. es riecht nach Zimt. Die Waren können mit Kränen direkt von den Booten entladen werden, aber natürlich haben auch alle Häuser eine Strassenseite. Dort holen Laster die Waren ab, die das Hafengelände verlassen und in die Stadt gebracht werden sollen.
Unser Schlepper dreht eine Kurve und stoppt vor einem Rollon-Rolloff-Schiff. Das sind spezielle Schiffe für rollende Ladung - wie Autos zum Beispiel. Gerade fährt ein Lastzug langsam über die heruntergelassene Heckklappe des Schiffes. Ich bin auch schon einmal mit so einem Schiff gefahren - letztes Jahr im Urlaub, auf dem Weg nach Schweden. Da haben wir eine Autofähre genommen, die genauso funktionierte.
Bernd erklärt mir, was er als Schlepperkapitän zu tun hat: Die Schlepper helfen einem Frachtschiff in den engen Hafen hinein und wieder heraus. Die grossen Schiffe sind zu schwerfällig, um das allein zu schaffen. Deshalb ziehen die Schlepper sie mit Stahlseilen in die richtige Richtung. Sie sind mit starken Motoren ausgerüstet. Reifen schützen die Bordwand vor Beschädigungen, denn es kommt immer wieder vor, dass die Schiffe aneinander stossen. Mit dem dicken Gummiwulst am Bug oder am Heck schieben die Schlepper die grossen Schiffe an den Kai.
Vor ein paar Wochen hat Bernd etwas Aufregendes erlebt: An der Mündung der Elbe musste ein neuer Leuchtturm aufgestellt werden. Der Schlepper hat den Schwimmkran langsam an die richtige Stelle gezogen und die ganze Zeit hing der schwere Leuchtturm am Haken des Krans in der Luft! Das hätte ich gerne gesehen!
Jetzt zeigt mir mein Freund Bernd noch den Maschinenraum seines Schleppers. Ist das ein Durcheinander an Leitungen und Rohren! Dann ist meine Hafenrundfahrt schon vorbei. Es war toll! Ich verabschiede nich von Bernd und Will und gehe mit wackeligen Beinen wieder an Land.
All diese Dinge sind in diesem Buch. Hast du sie schon gefunden?
Greifer
Fahrthebel
Bürste
Dalben
Reifen
Ruderboot
Poller
Verkehrschild
Abends in der Badewanne bin ich Kapitän. Mein Schiff hat Schokolade, Kaugummi und Bonbons geladen und fährt nach Australien. Bernd kommt mit, weil er noch nie ein Känguru gesehen hat. Und wenn ich gross bin, fahre ich auf einem Ozeanriesen einmal um die ganze Welt.
Ich hab eine Freundin, die ist Zahnärztin
Ralf Butschkow
Heute gehe ich mit meinem Papa zum Zahnarzt. Nicht weil ich Zahnschmerzen habe, sondern weil man zweimal im Jahr zur Kontrolle gehen soll. Die Zahnärztin heisst Susanne und ist eine Freundin von mir. "Hallo, Nils", begrüsst mich Sandra, die Zahnarzthelferin.
An der Anmeldung geben wir auch meine Kranken kassenkarte ab. So kann Sandra die Untersuchung mit der Krankenhasse abrechnen und wir müssen dafür nichts bezahlen. "Setzt euch noch einen Moment in den Raum dort", sagt Sandra. "Wir rufen dich auf, wenn du dran bist."
Im Wartezimmer stehen viele Stühle, auf denen man bequem lesen kann, bis man aufgerufen wird. Es gibt auch eine Kinderecke mit Spielsachen und Büchern. Da kommt Dörte, die andere Zahnarzthelferin, herein. "Nils, du kannst jetzt kommen." Dann wendet sie sich an den Mann mit der dicken Backe: "Und um Sie, Herr Wurzel, kümmert sich der Kollege von Frau Doktor."
"Schön, euch beide zu sehen", begrüsst uns Susanne. der Behandlungsraum ist gross und hell eingerichtet. es riecht immer etwas komisch. Das kommt von den Desinfektionsmitteln. Denn hier muss alles sehr sauber sein. Dörte ruft am Computer meine Patientendatei auf. Da steht genau, wann ich das letzte Mal da war, was Susanne bei der Untersuchung festgestellt hat und was gemacht wurde.
Ich setze mich auf den Untersuchungsstuhl. Eigentlich liegt man da eher. Susanne fährt den Stuhl nach oben und kippt die Lehne weit nach hinten. So kann sie dem Patienten am besten in den Mund schauen. Dörte legt mir einen kleinen Latz um, damit mein Pullover sauber und trocken bleibt.
"Bevor wir mit der Untersuchung beginnen, will ich dir aber erst mal alles zeigen", sagt Susanne. Die helle Leuchte über meinem Kopf kenne ich schon. Die stellt Susanne so ein, dass sie mir damit in den Mund leuchtet. Schliesslich will sie genau sehen können, ob irgendwo ein kleines Loch ist.
Das kleine Spülbecken habe ich schon mal benutzt. Manchmal muss man nämlich während oder nach der Behandlung den Mund ausspülen. Mit dem Multifunktionsspritzer pustet Susanne die Zähne trocken, bevor sie Füllungen einsetzt. Dörte saugt während der Behandlung die Spucke im Mund mit dem Sauger auf.
Beweglicher Ablagetisch(Tray)
Bedienfeld
Bohrer
Die Instrumente, die Susanne benutzt, sind alle auf einem beweglichen Extratisch angebracht. Die Bohrer sind mit langen Schläuchen am Tisch befestigt. Die Geräusche, die der Bohrer macht, mag ich überhaupt nicht! Mit den anderen Instrumenten untersucht Susanne die Zähne und setzt Füllungen in die Löcher ein.
Deine Zähne sollst du mindestens zwei Mal am Tag 3 Minuten lang putzen!
Die Zahnputzfehlersuche
Entdeckst du die 8 Unterschiede im Bild? Kreise sie ein.
Beim Zahnarzt
Die Zahnärztin sieht sich alle Zähne von Conni mit einem Spiegel genau an. Wie viele Milchzähne kann sie entdecken? Zähle die Zähle und trage jeweils eine Zahl für den Ober- und Unterkiefer ein.
Noch viel mehr Rätsel, Aus malbilder und Basteltipps sowie Rezepte findest du unter lesemaus de.
Der Weg zu einem gesunden Zahn.
Finde den richtigen weg zu dem gesunden Zahn.
Zeichne ihn mit einem Stift ein.
Die Zahnsprechstunde
Welche Farben hat die Zahnpasta. Kreuze die richtigen Farben an.
Bei der Untersuchung trägt Susanne Gummihandschuhe und manchmal auch einen Mundschutz. So können keine Krankheitserreger übertragen werden. Mit dem kleinen Spiegel kann sie die Zähne auch von hinten anschauen. Dabei sagt sie Dörte, welchen zahn sie gerade sieht und ob er gesund ist. Susanne erzählt, was man alles lernen muss, bevor man Zahnärztin wird. Und dass sie an Puppen geübt hat, bevor sie Menschen behandelt hat.
Das Gebiss
So sieht ein Milchzahngebiss aus. es besteht aus. Es besteht aus 20 zähnen. Die bleibenden Zähne liegen schon als Zahnbabys unter den Milchzähnen. Nur ein gesunder Milchzahn ist ein guter Platzhalter für den bleibenden Zahn. Deshalb solltest du deine Milchzähne immer gut putzen! Das bleibende Gebiss besteht aus 28 Zähnen. Manchmal auch aus 32, denn erst im Erwachsenenalter können noch bis zu vier Weisheitszähne dazukommen. Die heissen deshalb so, weil sie erst kommen, wenn der Mensch älter und "weiser" ist.
Susanne hat kein Loch gefunden? Trotzdem erklärt sie mir im Prophylaxe-Raum, wie ich meine Zähne richtig putze.
Das Poster an der Wand zeigt, welche Stelle im Mund ich wie am besten sauber bekomme. Das ist wichtig, damit sich die Zahnbeläge nicht festsetzen und kein Karies entsteht. Toll, wie viele verschiedene Zahnbürsten und Geräte es gibt, mit denen man seine Zähne pflegen kann.
Danach gehen wir in den Sterilisationsraum. Dort steht ein kleiner Backofen. "Das ist ein Sterilisator", sagt Susanne. "Darin werden alle Instrumente, die wir benutzt haben, bei hohen Temperaturen und mit einem Desinfektionsmittel von Bakterien befreit. In der Waschmaschine waschen wir die Handtücher und unsere Kleidung." Daneben ist eine kleine Werkstatt.
"Hier machen wir Abdrücke von Zähnen", erklärt Susanne. "Die schicken wir dann unserem Zahntechniker. Der fertigt von den Abdrücken Gipsmodelle und darauf einzelne künstliche Zähne oder Kronen an." Was künstliche Zähne sind, weiss ich. Aber Kronen? "das sind kleine schützende Kappen", sagt Susanne. "Sie werden auf Zähne gesetzt, deren Loch zu gross für eine Füllung ist."
"Und das ist der Röntgenraum." Susanne öffnet die gegenüberliegende Tür. "Hier machen wir Fotos von Zähnen, Zahnwurzeln und Kieferknochen. Die Bilder können wir sofort auf dem Computerbildschirm anschauen und auch ausdrucken. Das Röntgen ist wichtig, denn manchmal kann man einem zahn nicht von aussen ansehen, weshalb er wehtut. Dieses Bild haben wir vorhin gemacht." Das sieht ganz schön gruselig aus, finde ich. Fast so wie der Totenkopf auf meiner Piratenfahne zu Hause.
Dann kommt ein Notfall in die Praxiz! Einem Boxer wurde beim Training ein Zahn ausgeschlagen. Der Trainer ist ganz aufgeregt. Er hat sogar den Zahn mitgebracht! Susanne sagt, dass man den leider nicht wieder einsetzen kann. Das funktioniert fast nur bei Kindern, aber auch nich immer. sie will sich trotzdem ansehen, ob nicht noch ein anderer Zahn verletzt wurde. Für den ausgeschlagenen Zahn bekommt der Boxer später einen künstlichen ersatz, der dann fest im Kieferknochen verankert wird.
All diese Dinge findest du in diesem Buch. Viel Spass beim Suchen!
Lampe
Multifunktionsspritzer
Plastikbecher
Kugelschreiber
Untersuchungsspiegel
Untersuchungssonde
Pinzette
Übungsgebiss
Rennauto
Computer
Zahnbürste
Elektrische Zahnbürste
Bevor sich Susanne um den Boxer kümmert, hält sie mir noch einen Korb mit Spielzeug hin. "Such die ein kleines Geschenk aus!", sagt sie. "Weil du immer so toll deine Zähne pflegst." Ich glaube, wenn ich gross bin, will ich auch Zahnarzt werden. Dann schenke ich mir jeden Tag so ein kleines Spielzeug.
Simon möchte mit dem Roller über den Gehweg flitzen. "Erst müssen die Steinchen weg!", sagt Papa. Im Winter haben die Steinchen die Autos und Fussgänger vor dem Ausrutschen auf Schnnee und Eis geschützt. Jetzt ist der Schnee aufgetaut, und die Steinchen sind liegen geblieben. Das ist gefährlich. Simon kann mit dem Roller darauf ausrutschen.
Zusammen fegen Simon und Papa vor dem Haus. Auf der Strasse macht das die Kehrmaschine. Sie saugt Erdkrümel und Steinchen ein. Die Schmutzspuren spült ein Wagen mit Schwemmbalken in den Gully.
Was ist bloss mit der Toilette los? Als Simon den Spülknopf drückt, läuft das Wasser nicht ab. Die Schüssel ist voll bis zum Rand. "Nicht so schlimm!", tröstet Papa. Er holt einen roten Gummisauger und bewegt ihn kräftig auf und ab. Bald ist das verstopfte Rohr wieder frei.
Auch in den grossen Kanalrohren unter der Stadt bleiben Schmutz und Toiletten-papier hängen. Kanalarbeiter machen die Rohre sauber. Der Spül-Saugwagen hat zwei Tanks: einen voll mit sauberem Wasser und einen für schmutziges Wasser. Erst schwemmt er mit Hochdruck den Dreck von den Kanalwänden. Dann wird Spülwasser wieder eingesaugt.
Simon und Mama wollen Karotten säen. Das Beet haben sie schon umgegraben. Jetzt brauchen sie nur noch frische Pflanzerde. Zu zweit heben sie im Baumarkt die schweren Säcke in den Einkaufswagen.
Ein Sack fehlt noch. Zum Glück kommt gerade der Gabelstapler und holt eine neue Palette aus dem Regal. Auf dem Holzgestell liegen60 Säcke. "So stark möchte ich auch mal sein!", wünscht sich Simon.
Heute muss Papa alleine Rasen mähen. Simon hilft lieber Herrn Schuster. Der ist Hausmeister bei der Firma nebenan. Für seine Arbeit braucht Herr Schuster verschiedene Maschienen. Heute hat er den Rasentraktor aus der Garage geholt. Auf dem kann man in Sitzen mähen. Deswegen heisst er auch Aufsitzmäher. Erst muss das Gras auf der Böschung geschnitten werden. Das ist für den Aufsitzmäher zu steil. Deshalb hat Herr Schuster das Mähwerk an den Pritschenwagen montiert.
Es ist heiss. Die Gänseblumchen lassen die Köpfe hängen. Simon gibt ihnen frisches Wasser mit seiner Giesskanne. Auch Papa bekommt einige Tropfen ab. "Na warte!", ruft er und verfolgt Simon mit dem Schlauch.
Später gehen sie zusammen in den Stadtpark. Mama gefallen die schönen Rosen. Simon findet den Gerätetrager mit der Giessanlage toll. Diese Maschine kann fast alles: Schnee räumen, Rasen mähen oder die Wege kehren. Je nach Bedarf kann der Fahrer die Geräte auswechseln. Gerade macht er die Runde mit dem Wasserfass und der Giessanlage.
Die Bäume färben sich bunt. Auf der Strasse saugt ein Laubsauger die abgefallenen Blätter ein. Simon schiebt sie mit seinem Rechen in einer Ecke des Gartens zusammen. Der Laubhaufen wird das Winterbett für den Igel.
Was dröhnt denn da? Ein Laubbläser wirbelt trockene Blätter über den Parkplatz der Firma. "Hallo!", ruft Simon, aber unter den dicken Ohrenschützern hört Herr Schuster ihn nicht.
"Mensch, bist du gewachsen!", staunt Mama. Simon braucht neue Gummistiefel. Gut, dass es regnet. So kann er seine neuen gelben Stiefel gleich ausprobieren. "Bringst du den Mülleimer raus?", bittet Mama.
Gluckernd läuft das Wasser neben dem Bordstein in den Gully. Der Wasserablauf verhindert, dass der Regen die Strasse überschwemmt. Unter jedem Gully ist ein Schlammeimer, damit Matsch, Müll oder Laub nicht in das Kanalnetz schwimmen. Wenn der Eimer voll ist, muss er geleert werden, genau wie die Mülltonne. Der Strassenablaufreiniger zieht den Schmutzeimer hoch und kippt den Inhalt in seinen Kessel.
Bevor der Winter kommt, gibt es jede Menge zu tun. Mit der elektrischen Heckenschere schneidet Papa die Hecke. Simon sammelt die Äste ein. Bei einer Gartenfirma hat Papa einen Häcksler ausgeliehen. Die Äste werden oben in den Trichter gesteckt und fallen unten als Holzschnitzel zu Boden.
Arbeiter schneiden mit der Motorsäge die Bäume an der Strasse. Mit der Hebebühne fahren sie bis in die Krone. Der Lkw mit dem Selbstlader packt den Baumschnitt auf die Ladefläche. Später bringt er alles zum Häckseln in den Städtischen Bauhof.
Es schneit. Simon will gleich mit dem Schlitten los. Papa freut sich nicht so über die dicken weissen Flocken. Er muss den Gehweg räumen. Simon hilft mit der Schneeschaufel beim Schippen. Herr Schuster hat es mit seiner Schneefräse leichter. Die Schneefräse frisst sich förmlich den Schnee und schleudert ihn zur Seite.
Der Winterdienst ist auch schon unterwegs. Mit dem Räumschild schiebt der Schneeräumer Schnee und Eisklumpen an den Strassenrand. Der Streuautomat am hinteren Ende des Fahrzeugs verteilt Splitt, kleine Steinchen. So können die Autos auf der glatten Strasse besser bremsen.
Der Staubsauger ist kaputt. Papa und Simon fahren in die Innenstadt zum Einkaufen. Auf dem Marktplatz werden gerade die Buden für den Weihnachtsmarkt aufgebaut. In der Mitte ist eine Eislaufbahn.
Das Eis auf dem Boden ist hart gefroren. Die Eisbearbeitungsmaschine zaubert die Fläche spiegelglatt. An den Pinguinfiguren können sich Kinder beim Fahren festhalten. Simon guckt sich alles ganz genau an. Jetzt weiss er, was er sich zu Weihnachten wünscht: Schlittschuhe.
Mit dem neuen Staubsauger in einem grossen Karton fahren Papa und Simon die Rolltreppe zur U-Bahn hinunter. Die Scheuersaugmaschine putzt den Bahnsteig blitzblank. Papa und Simon warten, bis der Boden trocken ist. In den nächsten U-Bahn-Zug dürfen sie sowieso nich einsteigen.
"Hey, das ist ja ein Schienenstaubsauger!", staunt Papa, als der Zug langsam vorbeifährt. Der Staubsaugerzug saugt den Müll von den Gleisen. Papiertüten, alte Zeitungen oder Zigarettenstummel sehen nämlich nicht nur hässlich aus. Sie können auch Feuer fangen und einen U-Bahn-Brand auslösen.
Der Adventskranz hat ein paar Nadeln verloren. Simon will gleich den neuen Staubsauger aus der Abstellkamer holen. "So geht es schneller", lacht Papa und gibt ihm Kehrschaufel und Besen. "Und leiser ist es auch."
Blinder Passagier
Kapitel 1 Abschied von Basel 告别巴塞尔
Leinen los!
起绳!
Tschüss, Basel, tschüss, Schweiz!
再见了,巴塞尔,再见了,瑞士!
Carolina hat Osterferien. 此时正是复活节假期。
Im Moment ist sie noch in der Schweiz. Carolina 目前还在瑞士。
Aber bald ist sie wieder in Deutschland, bei ihren Freunden in Duisburg.
但是她即将再次启程去往德国,在杜伊斯堡和她的朋友们待在一块儿。
Carolinas Eltern haben ein Flussschiff. Carolina的父母有一艘小船。
Sie fahren damit über den Rhein, die Mosel und andere Flüsse in Deutschland. 他们开船经过莱茵河,莫泽河还有德国其他的河流。
Sie transportieren Metall, Maschinen, Kartoffeln, Kohle…运输金属、机械、土豆、煤......
Heute transportieren sie noch etwas anderes. 今天,他们还运了其他的东西
Aber das wissen sie noch nicht…可是到目前为止他们自己都还不知道呢。
Caro, das Frühstück ist fertig!, ruft ihre Mutter aus der Küche.
Caro,早餐好啦!她的妈妈在厨房喊道。
Ja, ich komme gleich!
好的,我就来!
Caro, kannst du bitte noch Milch holen?
Caro,你能再拿点牛奶么?
Carolina geht zum Vorratsraum und öffnet die Tür.
Carolina去了储藏室,打开门。
Sie schaltet das Licht nicht ein. 她没有开灯
Sie sieht die Milch sofort. (因为)她一下子就看到了牛奶。
Sie steht im Regal neben der Tür.牛奶就在门旁边的柜子里。
Plötzlich hört sie etwas. 突然,她听到了一些声响。
Sie denkt sofort an Ratten oder Mäuse. 她立刻想到了老鼠。
Mäuse findet sie ja ganz süß.她觉得小老鼠是可爱的。
Aber Ratten mag sie überhaupt nicht.但是对于大家鼠(这里究竟是哪一类老鼠还有待考证,Ratte体型比Maus大,我就暂且译为大家鼠了,还请各位大仙纠正完善)她全无好感。
Im Vorratsraum gibt es so viel zu essen…储藏室里放着很多吃的。
und vielleicht Ratten?或许是Ratten呢?
生词:
die Schweiz 瑞士
Basel 巴塞尔
Duisburg 杜伊斯堡
der Rhein 莱茵河
die Mosel 摩泽尔河
das Metall,-e 金属
die Maschine,-n 机械、机器
die Kohle,-n 煤
die Kartoffel,-n 土豆
der Vorratsraum 储藏室
die Ratte,-n 大家鼠
die Maus, die Mäuse.小老鼠
Kapitel 2 Frühstück auf dem Flussschiff 船上的早餐
Kommt Papa nicht zum Frühstück?, fragt Carolina ihre Mutter.
爸爸不来吃早餐么? Carolina问她的妈妈。
Aber Carl, Papa ist oben. Wir fahren doch schon!
但是Carl!爸爸在上面(驾驶室)!我们的船要行驶呀!
Carolina fährt nur in den Ferien auf dem Flussschiff mit. Wenn sie keine Ferien hat, wohnt sie im Internat.
Carolina只有在假期的时候才在船上和父母一起。平时(没有假期时)她住在寄宿学校。
Carolina isst zwei Brötchen mit Erdbeermarmelade. Carolina 吃了两个抹了草莓果酱的小面包
Ihre Oma hat Erdbeere im Garten und macht die Marmelade selber. 她的祖母在院子里种了草莓,自制果酱。
Sie schmeckt viel besser als die Marmelade aus dem Supermarkt. 口感比超市里的果酱好很多。
Caro, kannst du bitte Würstchen aus dem Vorratsraum holen?
Caro,你能从储藏室拿点香肠么?
Aber Carolina möchte nicht schon wieder in den Vorratsraum gehen und sagt:Aber Mama, wir haben gestern Würstchen gegessen. 但是Carolina 不想再返回储藏室了,于是说:“妈妈,我们昨天不是已经吃过香肠了么?
Können wir heute nicht etwas anderes essen ?今天可以吃点儿别的么?
Was möchtest du denn essen? 那你想吃什么呢?
Hm, vielleicht eine Spezialität aus Süddeutschland…? 嗯......要不我们吃一点南德的特色菜?
Gut, dann gibt es Spätzle… 好,那就Spätzle 吧
Hm, lecker! Im Internat essen wir immer nur Kartoffel, Pommers Fries, Kartoffelknödel… 好吃!我们在寄宿学校成天就吃土豆、薯条、土豆团子……
Carolina muss die Spätzle holen. Carolina必须去拿Spätzle.
Jetzt muss sie noch einmal in den Vorratsraum gehen. (所以)她就必须再去一趟储藏室。
Sie öffnet die Tür. 她打开门。
Da sind die Nudeln… und die Spätzle. 那里放着面条和Spätzle.
Sie nimmt die Spätzle aus dem Regal. 她把Spätzle从柜子里拿出来。
In dem Moment hört sie wieder etwas. 就在这时,她又听到了一点动静。
Was ist das? 这是什么呢?
Sie schließt die Tür schnell und geht zurück in die Küche.她迅速关上门,返回厨房。
单词:
die Marmelade,-n 果酱
die Erdbeermarmelade 草莓果酱
das Internat 寄宿学校
Pommes Frites 油炸薯条
der Kartoffelknödel 土豆丸子
die Wurst, die Würste 香肠
das Würstchen 小香肠
die Spezialität 这里译为特色菜,特产
Spätzle 一种地方特色主食
Kapitel 3 Hochwasser 第三章 涨潮
Carolina steht neben ihrem Vater.
Carolina站在父亲身旁。
Sie fahren jetzt schon seit zwei Stunden.
他们已经行驶两个小时了。
Auf dem Rhein sind heute viele Schiffe.
今天在有很多船在莱茵河上行驶。
Papa, der Rhein hat aber viel Wasser.
爸爸,莱茵河的水真大呀!
Ja, stimmt. Hoffentlich bekommen wir kein Hochwasser.
是呀。但愿我们不要碰到涨潮。
Das ist ein großes Problem.
这是个大麻烦。
Was denn für ein Problem?, fragt Carolina.
有什么麻烦呢?Carolina问道
Bei Hochwasser dürfen wir nicht weiterfahren.
在涨潮的时候我们是不能继续行驶的。
Wir müssen eine Pause machen, antwortet ihr Vater.
必须要停靠休息。爸爸回答道。
Papa,… gibt es im Moment Ratten auf unserem Schiff?
爸爸,现在我们的船上有老鼠么?
Ratten? Warum fragst du?
老鼠?你为何这么问呢?
Ich habe heute im Vorratsraum etwas gehört. sagt Carolina.
我今天在储藏室听到了一些动静,Carolina说道。
Es gibt manchmal Ratten auf den Schiffen.有时候船上会有老鼠。
Ratten essen gerne Kartoffel…, erklärt ihr Vater. 它们喜欢吃土豆,爸爸解释道。
Und im Vorratsraum? Da gibt es doch auch viel zu essen,sagt Carolina.
那(它们是否会)在储藏室呢?那里有很多食物,Carolina说道。
Ich kontrolliere den Vorratsraum jeden Tag. 我每天都会去检查储藏室。
Ich kann ja nach dem Mittagessen noch einmal kontrollieren,sagt ihr Vater. 午饭后我可以再去看看,爸爸说道。
Das ist gut, denkt Carolina. 这样就好了。Carolina心想。
Wichtige Nachricht an alle Flussschiff… Vorsicht! 现在向所有船只发送重要通知:请注意!Es gibt Hochwasser !,hören Carolina und ihr Vater im Radio.
涨潮了!Carolina和爸爸听着广播。
Vielleicht haben wir Glück und kommen vor dem Hochwasser in Koblenz an.
或许我们今天走运能赶在涨潮前抵达Koblenz
Carolinas Vater ist jetzt etwas nervös.
Carolina的爸爸有些紧张起来。
Carolina geht zurück in die Küche.
Carolina 回到厨房
Mama, Papa möchte oben essen und ohne Pause weiterfahren.
妈妈,爸爸想在上面吃,不休息继续行驶。
Ja, ok! Caro, kannst du bitte noch Getränke aus dem Vorratsraum holen?
好吧! Caro,你可以去储藏室拿点喝的么?Die Flaschen stehen ganz hinten links. 那些瓶子就放在后面靠左的地方。
Jetzt muss ich schon wieder in den Vorratsraum, denkt Carolina.
这下我又要去储藏室了,Carolina想到。
Wortschatz:
das Hochwasser 涨潮,洪水
kontrollieren 检查,控制
das Getränk,-e 饮品
Vorsicht! 小心,注意!
Kapitel 4 Ratten auf dem Schiff? 船上的老鼠?
Carolina öffnet langsam die Tür.
Carolina 慢慢打开门。
Sie hat ein bisschen Angst.
她有一点儿害怕。
Aber sie möchte kein kleines Mädchen sein und sagt laut:Hier sind keine Ratten!但
是她不希望自己像一个(没长大的)小女孩。于是大声说道:“ 这里没有老鼠!”
Da! Sie hört wieder etwas.
就在这时!她又听到了声响。
Sie schließt die Tür schnell und läuft zurück in die Küche.
她迅速关上门跑进厨房。
Mama, im Vorratsraum sind Ratten!, ruft sie laut.
妈妈!储藏室有老鼠!她大声叫到。
Caro, wir haben keine Ratten auf unserem Schiff. Papa kontrolliert immer.
Caro,我们船上不会有老鼠的,爸爸一直都在检查。
Ja, ich weiß. Aber ich höre im Vorratsraum etwas…
我知道。但是我在储藏室听到了一些声响。
Caro, du bist doch ein großes Mädchen.
Caro,你现在是大孩子了。
Du klopfst laut an die Tür.Dann schaltest du das Licht ein und alle Tiere laufen schnell weg…,sagt Carolinas Mutter und lacht.
你大声敲门,然后开灯,所有的动物都会迅速跑开的。Carolina的妈妈边笑边说道。
Carolina hat große Angst vor Ratten.
Carolina非常害怕老鼠。
Aber die Idee ihrer Mutter ist gut.
但是妈妈的注意还是不错的。
Carolina klopft laut an die Tür und öffnet sie.
Carolina大声敲门,然后推开它。
Sie schaltet das Licht ein.
她开了灯。
In diesem Moment hört sie etwas.
就在这时,她又听见了些神马。
Da… da hinten ist etwas! Ratten?
在那儿!那后面有东西!是老鼠么?
Iiiii, schreit sie ganz laut.
呀!她大声叫到!
Hey, sei doch leise! Keine Angst!
小点声!别害怕!
Die Ratte spricht!, denkt Carolina.
老鼠说话了!Carolina心想
Diese Ratte ist 1,85 m groß, hat blonde Haare und trägt Jeans und T-Shirt.
这只“老鼠”身高1米85,金色头发,穿着T恤和牛仔裤。
Grüzi, ich heiße Roman, sagt die Ratte.
你好!我叫Roman。“老鼠”说道
Was machst du hier auf diesem Schiff?, will Carolina wissen.
你在这船上干什么?Carolina想知道
Ich weiß es nicht. 我也不知道
Was, du weißt es nicht? 什么?你也不知道?
Ich weiß es wirklich nicht. 我真的不知道。
Am Wochenende gehe ich immer mit meinen Freunden in Basel in die Altstadt. 周末的时候我总跟巴塞尔的朋友们一起去老城区。
Wir essen dann Pizza und gehen zum Hafen. 吃披萨然后去港口。
Gestern war ich plötzlich sehr müde. 昨天我突然觉得很疲惫。
Vielleicht bin ich eingeschlafen…? 或许我睡着了?
Eingeschlafen? Und dann?,fragt Carolina.
睡着了?然后呢?Carolina问
Dann kommst du und machst das Licht an.
然后你就来了,还开了灯。
Wortschatz
die Angst 害怕
Angst(+vor) haben
das Licht 光,灯
einschalten 打开
anmachen 打开
an die Tür klopfen 敲门
einschlafen 入睡
am Wochenende 在周末
Sei doch leise !小点声!
Kapitel 5 Und jetzt? 那现在(该怎么办)?
Carolina findet den Jungen ganz nett.
Carolina 觉得男孩人不错。
Nur die Geschichte aus Basel findet sie ein bisschen komisch.
只是这个来自巴塞尔的故事有点奇怪。
Es tut mir leid! Ich gehe dann mal, sagt Roman.
“对不起,我之后就会离开。” Roman说
Gehen? Wohin denn?, fragt Carolina.
“离开?去哪儿?” Carolina问
Na, nach Hause. Ich wohne doch hier in Basel.
“回家咯。我在巴塞尔这儿住。”
Basel? Wir sind schon lange nicht mehr in Basel.Carolina lacht.
“巴塞尔?我们早就不在巴塞尔了。”Carolina笑了
Aber… ich muss nach Hause!, sagt Roman.
“但是......我必须回家”!Roman说
Kannst du gut schwimmen?, fragt Carolina.
“你水性好么?”Carolina问
Schwimmen? Warum fragst du?
“游泳?为什么这么问呢?”
Wir sind auf dem Weg nach Koblenz.
“我们现在在去Koblenz的路上”
Du kannst nach Hause schwimmen, aber das sind viele Kilometer …
antwortet Carolina und lacht.
“你可以游回家,但是距离数公里了。”Carolina笑着答道
Und was machen wir jetzt? Ich muss nach Basel…Roman ist nervös.
“那我们现在怎么办?我必须回巴塞尔。”Roman紧张了起来
Wir gehen jetzt zu meiner Mutter in die Küche. Sie hat immer eine gute Idee. Komm!
“我们去厨房找我妈妈。她总是有好主意。来吧!”
Wortschatz
die Geschichte,-n 故事
komisch 奇怪的
nach Hause 回家
Kapitel 6 Ein blinder Passagier 一个偷渡者
Mamaaaa…! “妈妈!”
Ja, Caro, was ist denn? Hast du Getränke geholt?
“Caro,怎么了?你拿了饮料么?”
Oh je, nein! Die Getränke sind noch im Vorratsraum. Aber ich habe etwas anderes…!
“没有!饮料还在储藏室。但是我有(发现了)些别的东西......”
Was denn? Vielleicht Schokolade?
“是什么呢?巧克力么?”
Nein, Mama. Es ist keine Schokolade…
“不是,妈妈。不是巧克力。”
Was ist es denn?
“那究竟是什么?”
Mama, es ist so… ich gehe in den Vorratsraum. Ich schalte das Licht ein…
“妈妈,是这样的。我去储藏室,打开灯......”
Und?
“然后呢?”
Und da ist dann…
“然后那里有……”
Was ist da?Carolinas Mutter wird langsam nervös.
“那里有什么”?Carolina的妈妈有些紧张起来。
Ein Blinder Passagier!
“一个偷渡者!”
Ein Blinder Passagier? Eine fremde Person? Auf unserem Schiff?
”偷渡者?一个陌生人?在我们的船上?”
Tut mir leid! Aber ich bin wirklich ein Blinder Passagier auf Ihrem Schiff.Roman kommt jetzt auch in die Küche.
“对不起!不过我确实可以算作是一名偷渡者。” 这时Roman也走进了厨房。
Und wer bist du?, fragt Carolinas Mutter.
“你是谁?” Colina的妈妈问道
Ich heiße Roman. Roman Steinhuber. Ich will aber gar nicht mitfahren.
“ 我叫 Roman,Roman Steinhuber。可是我并不想一同航行。”
Du willst gar nicht mitfahren? Und warum bist du hier auf unserem Schiff?, fragt Carolinas Mutter.
“你不想乘船一起走?那为何现在出现在我们的船上呢?” Carolina的妈妈问道。
Ich weiß es nicht. Ich bin mit meinen Freunden abends in Basel. Wir essen Pizza und gehen dann zum Hafen. Dann werde ich müde und schlafe ein… Und dann kommt dieses Mädchen und schreit.
“ 我不知道。晚上的时候我和朋友们在巴塞尔。我们吃披萨接着一起去了港口。之后我觉得非常困于是就睡着了。然后这个小姑娘就出现了,大叫了起来。”
Aha.
“原来是这样!”
Es tut mir wirklich leid.Roman ist jetzt sehr nervös.Ich muss zurück nach Basel. Meine Eltern wissen nicht, wo ich bin.
“ 真的非常抱歉。” Roman 这时非常紧张。“我必须回巴塞尔。我的父母并不知道我现在何处。”
Jetzt essen wir erst mal etwas. Und nach dem Mittagessen sprechen wir mit meinem Mann,sagt Carolinas Mutter.
“ 这会我们先吃点东西,午饭之后我和丈夫商量一下。” 妈妈说道
Roman denkt: Ich bin ein Blinder Passagier. Und die Mutter ist so nett zu mir.
Roman心想:我是一名偷渡者。这个妈妈还对我这么友善。
Magst du Spätzle?, fragt Carolinas Mutter.
“你喜欢Spätzle么?” Carolina的妈妈问
Ja, sehr gerne. Vielen Dank!, antwortet Roman.
“ 我非常喜欢!谢谢!” Roman答道
Oh je, Mama… die Getränke sind noch im Vorratsraum.
“ 噢!妈妈!饮料还在储藏室呢!”
Ach Caro…! Roman, gehst du bitte mit Caro noch einmal in den Vorratsraum?
“ 你这孩子!Roman,你能和Caro 一起再去一趟储藏室么?”
Ja,klar!
“当然可以!”
Caro heißt du also, sagt Roman.
“原来你叫Caro。” Roman说
Ich heiße Carolina. Aber alle sagen Caro.
“我叫Carolina,但是大家都叫Caro。”
Wortschatz:
Blinder Passagier 偷渡者
mitfahren 同行
Kapitel 7 Roman will nach Hause Roman想回家
Nach dem Essen räumt Carolina den Tisch ab.
晚饭后Carolina收拾餐桌。
Roman hilft ihr.
Roman给她帮忙。
Sie findet ihn sehr sympathisch.
她觉得这个男孩人非常不错。
Roman, du musst deine Eltern anrufen und sie informieren, sagt Carolinas Mutter.
Roman 你必须给父母打电话,(把你的现状)告诉他们。Carolina的妈妈说道。
Es tut mir wirklich leid, dass Sie jetzt ein Problem haben, sagt Roman leise,
非常抱歉让您现在有这么一个麻烦,Roman小声说道。
Das ist schon ok. Wir finden eine Lösung.
没关系,我们一起找一个解决办法。
In welcher Stadt kann das Schiff halten?, fragt Roman.
这艘船可以在哪个城市靠岸呢?Roman问
Wir fragen meinen Vater. 我们去问我的爸爸。
Er kann uns sagen, wo wir eine Pause machen.他能告诉我们在哪个地方停靠。
Komm mit!, sagt Carolina.一起来吧,Carolina说。
Papa, wir haben einen Gast auf dem Schiff. Das ist Roman!
爸爸,我们船上来了一位客人。这是Roman
Einen Gast?
一位客人?
Ja, Entschuldigung! Ich bin seit gestern Abend auf dem Schiff, sagt Roman.
抱歉,我是昨天晚上上的船。Roman说
Carolina erklärt ihrem Vater die Situation.
Carolina给她的父亲解释了事情的经过。
Papa, wo können wir eine Pause machen? Roman muss zurückfahren nach Basel.
爸爸,我们可以在哪里靠岸休息呢?Roman必须回Basel。
Das ist ein Problem. Es gibt bald Hochwasser. Wir können keine Pause machen. Ich muss schnell nach Koblenz fahren, sagt Carolinas Vater.
这是一个问题。马上就要涨潮了。我们不能靠岸。我必须尽快到达Koblenz。Carolina的爸爸说道。
Und ich?, fragt Roman.
那我呢?Roman问
Kannst du bis Koblenz mitfahren?, fragt Carolinas Vater.
你可以跟着一起去Koblenz么? Caro爸爸问
Ich muss meine Eltern fragen…,sagt Roman.
我必须问一下我的父母。Roman说
Hier ist das Telefon.
给你电话。
Roman telefoniert mit seinen Eltern. Carolina versteht nur Grüezi. Roman spricht mit seinen Eltern Schweizerdeutsch.
Roman给他的父母通了电话。Caro只能听懂打招呼。Roman和他父母讲的是瑞士德语。
Mein Vater möchte gerne mit Ihnen sprechen, sagt Roman zu Carolinas Vater.
我的爸爸想和您谈一下,Roman对Caro的爸爸说。
Linen, guten Tag! Ich bin der Kapitän. Es gibt bald Hochwasser. Ich muss schnell nach Koblenz fahren. Können Sie Ihren Sohn in Koblenz abholen? Oder soll er mit dem Zug zurückfahren?
(我是)Linen,您好!我是船长。马上就要涨潮了,我必须尽快赶到Koblenz。您能在那儿接您的儿子么?或者他一个人从那儿坐火车回?
In dem Moment ruft Roman: Oh, nein! Das geht nicht! Mein Geld ist weg! Und mein Pass ist auch weg!
这时Roman大声喊道:“哦!天哪!我不能坐车回去了! 我的钱不见了!护照也丢了!”
Roman ist sehr nervös. Sein Vater will die Polizei informieren und wieder anrufen.
Roman变得非常紧张。他的爸爸想报警之后再打来电话。
Wortschatz:
sympathisch 让人产生好感的
halten 停
telefonieren mit 打电话
anrufen 打电话
der Kapitän,-e 船长
abholen 接
etwas ist weg. 某物丢失
informieren 通知,告知
Kapitel 8 Auf dem Flussschiff 在船上
Caro, zeigst du Roman das Schiff?, sagt Carolinas Vater.
“Caro,你带Roman去船上转转?” Carolina 的爸爸说。
Klar, Papa.
“好的,爸爸。”
Carolina freut sich. Sie findet Roman sehr nett.
Caro很开心,她觉得Roman人很好。
Also, hier ist das Wohnzimmer. Die Küche kennst du ja schon. Und hier ist das Schlafzimmer. Das ist mein Zimmer und hier ist noch ein kleines Zimmer für Gäste. Das Bad ist da vorne…
“这是客厅,厨房你已经知道了,这是卧室,这是我的房间,这有一个小客房。浴室在前面……”
Und es gibt noch einen Vorratsraum, sagt Roman.
“还有一个储藏室”,Roman说
Haha… Carolina lacht.
哈哈,Carolina笑了。
Wohnst du immer hier?, fragt Roman.
“你一直住在这儿么?” Roman问
Nein, ich bin nur in den Ferien auf dem Schiff, antwortet Carolina.
“不,我只在假期的时候来船上,” Carolina答到。
Ich bin zum ersten Mal auf einem Flussschiff. Ich finde es sehr interessant.
“这是我第一次上轮船。我觉得很有意思。”
Na ja, machmal ist es auch langweilig.
“(不过)有时候也挺无聊的。”
Was transportiert das Schiff heute?, fragt Roman.
“这条船上今天运送的是什么呢?” Roman问
Wir transportieren Maschinen nach Koblenz.
“我们往Koblenz运机器。”
In Koblenz ist doch die größte Burg Deutschlands, sagt Roman.
“Koblenz有德国最大的堡垒”, Roman说
Ja, die Festung Ehrenbreitstein.
“对Ehrenbreitstein要塞。”
Caro, Roman! Kommt ihr bitte mal!, ruft Carolinas Vater.
“Caro,Roman!你们来一下!” Carolina的爸爸喊道。
Die beiden laufen schnell nach oben.
于是两人快速跑到上层。
Roman, dein Vater hat angerufen. Er sagt, die Polizei sucht eine Bande.
“Roman, 你的爸爸来电话了。他说警方现在正在缉捕一个犯罪团伙。”
Eine Bande?
“团伙”
Ja, eine Gruppe von Kriminellen. Sie haben ein Spray. Und das Spray macht sehr müde. Dann nehmen sie dir Geld und Pass weg.
“是,一帮犯罪分析。他们有一个喷雾剂,能使人犯困。接着他们就拿走钱和护照。”
Carolina findet diese Geschichte sehr interessant! Polizei, eine Bande, kein Pass, kein Geld…
Carolina觉得故事很有趣!警察,一个团伙,没有(拿走)护照和钱......
Roman, du kannst bis Koblenz mitfahren, sagt Carolinas Vater.
“Roman,你可以跟我们一起去Koblenz。” Corolina的爸爸说
Wirklich? Sehr gerne! Ich war noch nie in Koblenz! Roman freut sich. Und Carolina freut sich auch.
“真的么?太好了!我还从没去过那儿呢!” Roman非常开心,Carolina也是。
Festung Ehrenbreitstein
Wortschatz:
zum ersten Mal 第一次
transportieren 运输
die Burg,-en 堡垒,要塞
der Kriminelle(r) 罪犯
das Spray,-s 喷雾
die Bande, -n 团伙,一帮
Kapitel 9 Auf dem Rhein 莱茵河上
Sieh mal, Roman. Links ist Frankreich. Rechts ist Deutschland. Der Rhein ist die Grenze, sagt Carolina.
” 看,Roman! 以莱茵河为界,左边是法国,右边是德国。” Carolina说
Sie fahren an Straßburg vorbei und sehen die Kathedrale.
他们路过Straßburg, 看到了大教堂。
Auf dem Rhein sind aber heute viele Schiffe. Das ist ja wie auf der Autobahn, sagt Roman.
“ 今天行驶在莱茵河上的船特别多。就跟高速公路上一样。”Roman说
Stimmt! Auf dem Rhein können insgesamt ungefähr 500 Schiffe fahren.
“没错,莱茵河上总共可以行驶500艘船。”
So viele?
“ 这么多?”
Roman findet das alles sehr interessant.
Roman觉得这一切都十分有意思。
Warum transportiert man etwas mit einem Flussschiff? Es gibt doch Züge und Lkws?, fragt er.
“ 为什么大家要用船运货呢?不是有火车和货车么?” 他问
Flussschiffe können viel mehr transportieren als Lkws oder Züge.Und Flussschiffe sind sehr umweltfreundlich. Die Motoren verbrauchen nur wenig Diesel, erklärt Carolina.
“货轮的载货量要比火车和货车大多了。而且轮船环保。发动机只需要消耗少量的柴油。” Carolina解释道
Dann sind Schiffe viel besser für die Natur. Warum gibt es nicht noch mehr Transporte auf Schiffen?, fragt Roman.
“ 那既然船更环保,为什么没有更多的轮船运输呢(大家不都用船来运货呢)?” Roman问
Das ist kein leichter Job. Du bist immer auf dem Fluss.
Manchmal bist du nur ein paar Tage im Monat zu Hause. Und schlechtes Wetter ist ein Risiko.
“这份活并不轻松。你必须一直在船上待着。有时候一个月里只有几天能在家。如果碰上坏天气还会有风险。”
Warum?, fragt Roman.
“为什么?” Roman问
Bei Hochwasser kannst du nicht fahren. Und dann bekommst du kein Geld für die Transporte.
“ 在涨潮期间是不能行使的。这样一来就挣不到钱。”
Ach so!
”原来如此!“
Aber es ist auch schön. Sehr viele Touristen kommen zum Rhein… Zwischen Bingen und Koblenz gibt es 26 Burgen. Sieh mal, da ist schon wieder eine Burg!
” 但是也不错。很多游客都会来莱茵河。在Bingen和Koblenz之间有26座堡垒。看!那儿又有一座!”
Wortschatz:
der Diesel,- 柴油
die Kathedrale,-n 主教座堂,(艺术性很强的)大教堂
Kapitel 10 Kriminelle in Koblenz 科布伦茨的罪犯
Carolinas Vater organisiert den Transport der Maschinen.
Carolina的父亲在忙着运送机器。
Carolina und Roman sitzen am Deutschen Eck.
Carolina和Roman则坐在德意志之角(位于Koblenz,莱茵河和摩泽尔河交汇处的风景点)。
Sie sehen auf Rhein und Mosel. Dort sind im Sommer immer viele Schiffe und viele Touristen.
他们望着莱茵河和摩泽尔河。夏季总是有很多的船只和游客前来。
Aber heute sitzt nur ein Tourist alleine auf einer Bank.
但是今天只有一个游客孤身一人坐在一个板凳上。
Der Tourist liegt neben der Bank im Gras. Drei junge Männer laufen schnell mit seinem roten Rucksack weg.
这名游客躺在了凳子旁的草丛里。三个年轻男人很快背着他(游客的)红色背包跑开了。
Das sind Kriminelle!, ruft Roman.
“他们是罪犯!” Roman叫道。
Roman und Carolina laufen schnell zu dem Mann.
Roman和Carolina快速跑向男人(游客)。
Geht es Ihnen gut?, fragt Roman.
“您还好么?” Roman问
Ich bin so müde!, antwortet der Tourist. Aber wo ist mein Rucksack? Und mein Geld ist auch weg!
“我非常困!” 游客答道。“ 但是我的包呢?钱也不见了!”
Carolina nimmt ihr Handy und wählt die Telefonnummer 110.
Carolina拿起手机拨了110.
Polizei Koblenz, guten Tag!
“Koblenz警察局,您好!”
Hallo, bitte kommen Sie schnell!
“您好!请您快点过来!”
Was ist passiert? Wer sind Sie?
“发生了什么事?您是?”
Mein Name ist Carolina Linden. Ich bin am Deutschen Eck, bei den Touristenschiffen am Rhein. Hier ist ein Tourist. Drei junge Männer haben seinen Rucksack und sein Geld.
“ 我是Carolina Linden。在德意志之角,莱茵河旁的游船这儿。现在这里有一名游客。(我看见)三个年轻男人拿走了他的背包和钱。”
Wir schicken sofort ein Polizeiauto. Wie sehen die jungen Männer aus? Wohin laufen sie jetzt?
“我们马上出警。年轻人有什么样的外形特征?他们往哪个方向跑 了?“
Also, die Männer tragen alle Jeans, schwarze Sweatshirts und Basketballkappen. Sie laufen in Richtung Altstadt!
”他们都穿着牛仔裤,黑色运动衫,戴篮球帽。朝老城区方向跑了。”
Danke, Carolina. Wir geben die Informationen an alle Polizeiautos in Koblenz. Die Polizei ist in ein paar Minuten bei dir!
“ 谢谢,Carolina。我们会把这些信息传达给Koblenz所有的警车。警察几分钟后就到你那儿。”
In diesem Moment hört Carolina schon Tatü -Tata.
这时Carolina已经听到了警鸣声。
Die Polizisten hören noch einmal, was passiert ist. Dann gibt es eine Information: Ein anderes Polizeiauto hat die Kriminellen gefunden.
警察们又听了一遍事情经过。接着传来讯息:另一辆警车找到了犯罪分子。
In diesem Moment hat Roman eine Idee: Das sind die gleichen Kriminellen wie in Basel!
这时Roman突然想到:他们和巴塞尔的犯罪团伙手法一样,应该就是同一伙人!
Ich war auch sehr müde und mein Geld war weg! Roman erzählt den Polizisten seine Geschichte.
“我当时也觉得非常困,我的钱也丢了!”Roman向警察叙述了他的故事。
Die Polizisten rufen bei der Polizei in Basel an.
警察联系了Basel警察局。
Das stimmt. Die Kriminellen sind mit dem Zug von Basel nach Koblenz gefahren. Sie haben ein Spray. Das macht sehr müde.
Dann nehmen sie das Geld und laufen weg.
“没错,这些犯罪分子从Basel坐火车去了Koblenz。他们有一个喷雾剂,让人犯困。然后他们拿钱逃跑。”
Carolina, Roman und der Tourist müssen zur Polizei mitgehen.
Carolina,Roman和那名游客必须跟着去警察局一趟。
Da sehen sie die Kriminellen. Diese jungen Männer nehmen den Touristen das Geld weg.
他们指认了犯罪分子,就是这些年轻人拿走了游客的钱。
Und Roman hat die Männer auch in Basel gesehen.
Roman在Basel也见过他们。
Er bekommt seinen Pass und sein Geld zurück. Alles ist gut.
现在他拿回了护照和钱。一切顺利。
Deutsches Eck
Wortschatz
Deutsches Eck 德意志之角
der Tourist,-en 游客
der Rucksack 背包
die Richtung,-en 方向
die Altstadt 老城区
Tatü -Tata 此处指警车鸣笛声
Kapitel 11 Neue Fahrt und neue Pläne
Carolina und Roman gehen zurück zum Schiff.
Carolina和Roman回到船上。
Sie erzählen Carolinas Eltern die Geschichte.
他们向Caro的父母讲述了整个故事。
Sie informieren auch Romans Eltern.
也告知了Roman的父母。
Roman, du hast deinen Pass und dein Geld wieder. Du kannst mit dem Zug nach Basel zurückfahren, sagt Carolinas Mutter.
“Roman你现在拿回了护照和钱,可以坐火车回Basel了。”Caro的妈妈说。
Carolinas Vater lacht und sagt: Ich habe einen neuen Transport für unser Flussschiff. Ich muss Aluminium von Koblenz nach Basel transportieren. Du kannst also auch auf dem Schiff nach Basel fahren.
Carolina的爸爸笑着说:“我刚才又接了一个运送单,得把铝从Koblenz运回Basel。所以你也可以选择乘船和我们一起回去。”
Roman freut sich sehr. Und Carolina auch!
Roman非常开心,Carolina也是。
In Basel treffen sie Romans Eltern.
他们在Basel见到了Roman的父母。
Grüzi, Roman.
“Hi,Roman!”
Grüzi Mama! Hi Papa! Das ist Caro, und das sind ihre Eltern.
“妈妈,爸爸!这是Caro,这是她的父母。”
Die Eltern von Roman und Carolina begrüßen sich.
Roman和Caro的父母相互打招呼。
Vielen Dank für alles, sagt Romans Vater.
“非常感谢你们所做的一切。” Roman的爸爸说
Die Eltern sprechen über Flussschiffe und über Transporte. 父母们谈着轮船和送货的事情。
Und Carolina und Roman? Sie sprechen über die Sommerferien.
Carolina和Roman呢?他们已经在规划暑假的安排了。
Roman hat auf einer Tour mit dem Schiff viel von Deutschland gesehen. Seine Eltern haben eine Idee.
这次轮船之旅让Roma见识到了德国很多地方,他的父母有一个想法。
Carolina, möchtest du in den Sommerferien nach Basel kommen?, fragt Romans Mutter.
“Carolina,暑假你想来Basel么?” Roman的妈妈问
Ja, gerne. Ich war noch nie in der Schweiz! Ich kenne nur den Hafen in Basel. Carolina findet die Idee sehr gut.
“非常乐意。我还从没有去过瑞士呢!只认识Basel的港口。” Carolina觉得这个主意非常好。
Dann machen wir eine Tour auf die Berge, gehen schwimmen, essen in der Altstadt eine Pizza…, sagt Roman.
“那我们可以一起爬山,游泳,在老城区吃披萨......” Roman说
…und dann sind wir wieder auf einem Flussschiff…im Vorratsraum!, sagt Carolina und lacht.
“接着我们可能又会在一艘船上,的储藏室里……” Carolina笑着说。